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	<title>Bayreuth brennt &#187; Solidarisierungen und Stellungnahmen</title>
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	<description>Bildungsstreik Bayreuth 2009</description>
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		<title>Es naht die Vorlesungsfreihe Zeit</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 23:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wollen keinen Urlaub. Wir werden auch in den sogenannten Semesterferien aktiv bleiben, um einen Idealstatus herzustellen:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wollen keinen Urlaub. Wir werden auch in den sogenannten Semesterferien aktiv bleiben, um einen Idealstatus herzustellen:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/SBF8Tc9HkcE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/SBF8Tc9HkcE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Solidarit&#228;tserkl&#228;rung der ESG</title>
		<link>http://bayreuth-brennt.de/2009/12/09/solidaritaetserklaerung-der-esg/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 19:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildungsreform in Gang setzen! Evangelische Jugend und Evangelische StudentInnengemeinde solidarisch mit den Streikenden an Schulen und Hochschulen Die Evangelische Jugend und die Evangelische StudentInnengemeinde erkl&#228;ren sich solidarisch mit den streikenden Sch&#252;lerinnen, Sch&#252;lern und Studierenden an den europ&#228;ischen Schulen und Hochschulen. Demokratisierung von Schule und Hochschule, Vereinbarkeit von Studium und ehrenamtlichem Engagement, Abschaffung der Studiengeb&#252;hren, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif; font-size: x-small;"> </span></p>
<div><span style="font-size: medium;"><strong>Bildungsreform in Gang setzen!</strong></span></div>
<div></div>
<div><strong>Evangelische Jugend und Evangelische StudentInnengemeinde solidarisch mit den Streikenden an Schulen und Hochschulen</strong></div>
<div>Die Evangelische Jugend und die Evangelische StudentInnengemeinde erkl&#228;ren sich solidarisch mit den streikenden Sch&#252;lerinnen, Sch&#252;lern und Studierenden an den europ&#228;ischen Schulen und Hochschulen.</div>
<div></div>
<p><span id="more-722"></span></p>
<div>Demokratisierung von Schule und Hochschule, Vereinbarkeit von Studium und ehrenamtlichem Engagement, Abschaffung der Studiengeb&#252;hren, die angemessene Ausstattung des Bildungsangebotes und die &#220;berarbeitung der Hochschulreform im Rahmen des Bologna-Prozesses zur Erm&#246;glichung eines selbstbestimmten Studiums &#8211; diese wesentlichen Forderungen der Streikenden entsprechen den Positionen, die die Evangelische Jugend in Deutschland seit langer Zeit vertritt. „Eine auf wirtschaftliche Verzweckung ausgerichtete Bildung stellt eine Engf&#252;hrung der Potenziale und M&#246;glichkeiten in der Entwicklung junger Menschen dar. Ihr steht ein umfassendes Bildungsverst&#228;ndnis zur St&#228;rkung der Lebensbew&#228;ltigungskompetenz und der Teilhabe an den demokratischen Prozessen der Gesellschaft gegen&#252;ber“, hei&#223;t es im Beschluss der 120. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej), die vom 19. bis 22. November 2009 in Berlin tagte.</div>
<div>Von den Verantwortlichen in der Politik erwartet die Evangelische Jugend, dass sie die Forderungen der Streikenden ernst nehmen, die geforderten Ver&#228;nderungen z&#252;gig umsetzen und eine umfassende Bildungsreform in Gang setzen, die „den Menschen in den Mittelpunkt stellt“.</div>
<div>„Zunehmende Leistungsorientierung, die Verk&#252;rzung der Schulzeit und steigende Stundenzahlen verhindern Selbstbestimmung und Partizipation junger Menschen in ihrer Schule“, so aej-Generalsekret&#228;r Mike Corsa. Demokratie in der Schule lasse sich nicht auf die Arbeit in Sch&#252;ler(innen)vertretungs- und anderen Gremien beschr&#228;nken: „Demokratie muss in der Schule gelebt werden. Die Politik muss schulische Rahmenbedingungen schaffen, die den demokratischen Bildungsauftrag von Schule verwirklichen und Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern Freir&#228;ume zur Entfaltung ihrer Pers&#246;nlichkeit lassen.“</div>
<div>Der Generalsekret&#228;r der Evangelischen StudentInnengemeinde in der Bundesrepublik Deutschland (ESG) J&#246;rn M&#246;ller kritisiert die deutlich gestiegene zeitliche Belastung der Studierenden durch die Einf&#252;hrung von Bachelor und Master: „Wenn eine demokratische Beteiligung der Studierenden an Entscheidungsprozessen der Hochschulen wirklich gewollt ist, muss dringend &#252;ber eine Reform und Anpassung der Beteiligungsformen und -gremien nachgedacht werden.“</div>
<div>Konkret fordern Evangelische Jugend und ESG seit Jahren:</div>
<div>•       die Abschaffung von Studiengeb&#252;hren an Hochschulen: „Studiengeb&#252;hren versch&#228;rfen die ohnehin schon ungerechte Verteilung von Bildungschancen“, so aej-Generalsekret&#228;r Corsa: „Sie sind ehrenamtsfeindlich und behindern die Arbeit der Jugendverb&#228;nde. Die Finanzierung eines zeitgem&#228;&#223;en und effizienten Bildungssystems geh&#246;rt zu den zentralen Aufgaben der staatlichen Daseinsvorsorge.“</div>
<div>•       die &#220;berarbeitung der deutschen Umsetzung der Bologna-Beschl&#252;sse: „Die Studienanforderungen der weitgehend verschulten Bachelor- und Masterstudieng&#228;nge behindern massiv zivilgesellschaftliches Engagement, das von der Bundesregierung gef&#246;rdert und gefordert wird. Studierende tragen die ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit wesentlich mit. Sie lassen sich nicht ersetzen“, betont der aej-Generalsekret&#228;r und f&#252;gt hinzu: „Hier werden soziale Kompetenzen erworben, die im sp&#228;teren Berufsleben unverzichtbar sind.“</div>
<div>„Das Studium im System von Bachelor und Master muss deutlich verbessert werden“, kritisiert ESG-Generalsekret&#228;r J&#246;rn M&#246;ller. Die gr&#246;&#223;te Herausforderung sei dabei die Anerkennung von Studienleistungen: „Eigentlich sollte ein einheitliches europ&#228;isches Bewertungssystem (ECTS-credits) die Mobilit&#228;t der Studierenden und die Anerkennungsm&#246;glichkeiten von Studienleistungen verbessern. In der Realit&#228;t sind Mobilit&#228;t und Flexibilit&#228;t heute deutlich schlechter als vor der Studienreform.“</div>
<div>„Die Evangelische Jugend und die Evangelischen StudentInnengemeinden bieten jungen Menschen Lernorte au&#223;erhalb von Schule und Hochschule, die ein selbstbestimmtes Lernen und die Aneignung demokratischer Kompetenzen erm&#246;glichen“, so aej-Generalsekret&#228;r Corsa: „Diese werden durch die aktuelle Praxis der Bachelor-/Masterstudieng&#228;nge erheblich beeintr&#228;chtigt und sind an vielen Orten in ihrem Bestand gef&#228;hrdet.“</div>
<p><!--more--></p>
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		<title>Erkl&#228;rung der Kath. Hochschulseelsorger/innen in Bayern zu den Protesten der Studierenden</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 11:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Katholischen Hochschulseelsorgern/innen unterst&#252;tzen die Anliegen der Studierenden, die durch Protestaktionen f&#252;r die Verbesserung der Studienbedingungen an unseren Hochschulen eintreten: Wir beobachten, dass durch die Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses Studierende zeitlich und finanziell wachsendem Druck ausgesetzt sind. Wie sehen, dass vor allem ausl&#228;ndische Studierende und Studierende aus finanziell schw&#228;cher gestellten Familien dadurch &#252;ber die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Die Katholischen Hochschulseelsorgern/innen unterst&#252;tzen die Anliegen der Studierenden, die durch Protestaktionen f&#252;r die Verbesserung der Studienbedingungen an unseren Hochschulen eintreten:</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-681"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Wir beobachten, dass durch die Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozesses Studierende zeitlich und finanziell wachsendem Druck ausgesetzt sind. Wie sehen, dass  vor allem ausl&#228;ndische Studierende und Studierende aus finanziell schw&#228;cher gestellten Familien dadurch &#252;ber die Ma&#223;en belastet werden. Wie unterst&#252;tzen daher ausdr&#252;cklich die Forderung nach mehr Chancengerechtigkeit. Die soziale Lage von Studierenden sowie Abiturientinnen und Abiturienten darf kein Hindernisgrund f&#252;r ein Studium sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Wir beobachten , dass durch diese Studienreformen viele Studieng&#228;nge „verschult“ (zu starre Lehrpl&#228;ne, zu hohe Pr&#252;fungsdichte, &#252;berzogene Anwesenheitspflicht) und andererseits die m&#246;glichen F&#228;cherkombinationen stark eingeschr&#228;nkt werden. Wir fordern eine „Reform der Reform“, mit dem Ziel, die neuen Studieng&#228;nge zu verbessern. Der freien F&#228;cherkombination und der M&#246;glichkeit zu einem vertiefenden Studium mit mehr Eigenverantwortung der Studierenden sollte dabei unbedingt Rechnung getragen werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Wir beobachten, dass die den Hochschulen zur Verf&#252;gung gestellten Mittel bei weitem nicht f&#252;r eine exzellente Lehre und freie Forschung ausreichen. Wir unterst&#252;tzen daher ausdr&#252;cklich die Forderung der Studierenden (und der Hochschulen) nach einer erheblich besseren finanziellen Ausstattung der Hochschulen durch den Freistaat Bayern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Wir beobachten, dass die M&#246;glichkeit der Studierenden, ihre Interessen in den Hochschulgremien zu vertreten und damit einen wichtigen Bereich ihres Lebensumfeldes mit zu gestalten begrenzt sind. Wir unterst&#252;tzen daher ausdr&#252;cklich die Forderung der Studierenden nach gleichwertiger Mitbestimmung in den Entscheidungsgremien der Universit&#228;t.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Wir beobachten, dass es f&#252;r Studierende angesichts der geschilderten Belastungen immer schwieriger wird, sich w&#228;hrend des Studiums im kulturellen, sozialen oder kirchlichen Bereich zu engagieren. Wir sehen in dieser M&#246;glichkeit zum Engagement einen unerl&#228;sslichen Beitrag zur Pers&#246;nlichkeitsentfaltung der einzelnen Studierenden und zur Gestaltung gesellschaftlichen Lebens, sowie eine sinnvolle und nachhaltige Erg&#228;nzung der meist kognitiv orientierten Wissensvermittlung an den Hochschulen. Wir unterst&#252;tzen daher ausdr&#252;cklich die Forderung der Studierenden nach mehr Freiraum in der Gestaltung ihres Studiums.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Im Namen der Hochschulseelsorger der kath. Hochschulgemeinden in Bayern</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Franz Geitner</p>
<address style="margin-bottom: 0cm;">(KHG Eichst&#228;tt und Sprecher der kath. Hochschulseelsorger/innen in Bayern)</address>
<address style="margin-bottom: 0cm;">
</address>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Peter Bl&#252;mel</p>
<address style="margin-bottom: 0cm;">(KHG an der LMU M&#252;nchen und Sprecher der kath. Hochschulseelsorger/innen in Bayern)</address>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Nachtrag: Stellungnahme der Burschenschaft Thessalia zu Prag</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 19:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Da sich die Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth nicht ausdr&#252;cklich von Rassismus lossagt, distanzieren wir uns von der Organisation. Wir bleiben in Diskussion und Arbeitsgruppen offen f&#252;r jeden interessierten Menschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sich die Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth nicht ausdr&#252;cklich von Rassismus lossagt, distanzieren wir uns von der Organisation. Wir bleiben in Diskussion und Arbeitsgruppen offen f&#252;r jeden interessierten Menschen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Stellungnahme der Mitarbeiter der &#196;lteren Deutschen Literatur</title>
		<link>http://bayreuth-brennt.de/2009/11/28/stellungnahme-der-mitarbeiter-der-aelteren-deutschen-literatur/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 12:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellungnahme der Mitarbeiter der &#196;lteren Deutschen Literatur Wir sind als Mitarbeiter und als Mittelbau, d.h. als Assistenten und Lehrbeauftragte, grunds&#228;tzlich solidarisch mit den aktuellen Protesten der Studierenden – und dies nicht zuletzt deshalb, weil wir zu guten Teilen &#228;hnliche Interessen haben, ist es doch weitgehend der Mittelbau, der die BA-Studieng&#228;nge mit seiner Lehre tragen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellungnahme der Mitarbeiter der &#196;lteren Deutschen Literatur</strong></p>
<p>Wir sind als Mitarbeiter und als Mittelbau, d.h. als Assistenten und Lehrbeauftragte, grunds&#228;tzlich solidarisch mit den aktuellen Protesten der Studierenden – und dies nicht zuletzt deshalb, weil wir zu guten Teilen &#228;hnliche Interessen haben, ist es doch weitgehend der Mittelbau, der die BA-Studieng&#228;nge mit seiner Lehre tragen und sich mit den Absurdit&#228;ten dieser Reform herumschlagen mu&#223;.<br />
<span id="more-490"></span><br />
Wir stimmen mit der Studentenschaft &#252;berein, da&#223; die neuen Studieng&#228;nge viel zu verschult und &#252;berb&#252;rokratisiert sind, was zu Unselbst&#228;ndigkeit und Unm&#252;ndigkeit erzieht statt zu selbst&#228;ndigem Denken und Arbeiten. Dar&#252;ber hinaus machen viel zu dichte Studieng&#228;nge bei viel zu kurzer Studienzeit und dem Zwang zu andauernder Benotung ein freies Lehren und Lernen, das auch Fehler zul&#228;&#223;t, weitgehend unm&#246;glich. Wir sind keine Schullehrer, sondern Wissenschaftler und wollen auch weiterhin Forschung und Lehre miteinander verbinden!</p>
<p>Der st&#228;ndige politische Druck, da&#223; Universit&#228;ten, Fakult&#228;ten und F&#228;cher &#8216;Profil&#8217; bilden sollen, hat bei der Konzipierung von BA/MA Studieng&#228;ngen deutschlandweit zu einer geradezu grotesken Inflation von weitgehend inkompatiblen Studieng&#228;ngen gef&#252;hrt, die Studienortwechsel schon auf nationaler und erst recht auf internationaler Ebene immer schwieriger machen. Das ist besonders absurd, wenn man bedenkt, da&#223; der sog. Bologna-Prozess doch eigentlich eine bessere, europaweite Kompatibilit&#228;t der Studieng&#228;nge bewirken sollte. F&#252;r uns bedeutet das auch, da&#223; wir immer wieder gezwungen werden, Studieng&#228;nge nicht nur nach wissenschaftlichen, sondern vor allem auch nach Marketinggesichtspunkten im Kampf um Profilbildung und knappe Mittel zu konzipieren und zu vertreten.</p>
<p>Die Modularisierung des Studiums f&#252;hrt mittlerweile zu Situationen, die jeder didaktischen und wissenschaftlichen Rechtfertigung spotten: so haben wir jetzt die ersten Master-Studenten in unseren Mittelalterseminaren sitzen, die in ihrem Bacherlorstudium in einem anderen Fach noch niemals mit mittelalterlicher Literatur in Ber&#252;hrung gekommen sind. Ein Systemfehler, den MA-Studenten dann ausbaden d&#252;rfen, w&#228;hrend wir vor unl&#246;sbaren didaktischen Problemen stehen – niemand kann mal eben aus eigener Kraft nachholen, was aus gutem Grund ein Studium verlangt.</p>
<p>Wir unterst&#252;tzen grunds&#228;tzlich die Forderung nach Abschaffung von Studiengeb&#252;hren! Auch jede Herabsetzung w&#228;re bereits eine Erleichterung, um die in Deutschland so massiven sozialen Zugangsh&#252;rden wenigsten ein wenig herabzusetzen. Allerdings geraten wir als Mittelbau da auch in einen gewissen Interessenkonflikt, denn teilweise werden unsere Arbeitspl&#228;tze aus diesen Mitteln finanziert. Au&#223;erdem ist die Lage mittlerweile so, da&#223; bei einem Wegfall dieser Arbeitspl&#228;tze das Studium schlicht zusammenbrechen w&#252;rde. Das macht die Forderung nach einem Wegfall der Studiengeb&#252;hren nicht falsch, erfordert aber eine Diskussion zur Frage, woher die Mittel dann kommen sollen?</p>
<p>Bei aller Solidarit&#228;t im Protest darf man also nicht &#252;bersehen, da&#223; es durchaus handfeste Interessengegens&#228;tze zwischen den universit&#228;tren Gruppen und auch Fakult&#228;ten (Stellenbesetzungen, inneruniversit&#228;re Mittelverteilung, unterschiedliche Lehrbelastung) gibt, die vor allem aus knappen Mitteln resultieren, und die unserer Ansicht nach thematisiert werden sollten. Das zu tun ist nat&#252;rlich heikel, weil geeignet, Protest zu spalten. Aber unterschiedliche Interessen sind nun einmal da, ob man dar&#252;ber spricht oder nicht – und es nicht zu tun birgt das Risiko, da&#223; sie unterschwellig wirken und dann irgendwann dann doch &#252;berraschend und unkontrollierbar ausbrechen.</p>
<p>Protest und Politik</p>
<p>Bei aller prinzipiellen Solidarit&#228;t haben wir auch aber auch einige Probleme mit den formulierten Zielen und den Formen des Protestes.</p>
<p>Eine Formel wie &#8216;Bildung f&#252;r alle&#8217; klingt ja erstmal sehr radikal, aber was ist denn damit gemeint? Welche Bildung? Welche Bildung f&#252;r wen? Und an wen richtet man seine Forderungen? W&#228;re nicht eine Diskussion dar&#252;ber n&#246;tig, was man unter Bildung versteht, welche Bildung man will? Um dann klarer sagen zu k&#246;nnen, wen man mit welchen Formen des Protests und mit welchen konkreten Forderungen unter Druck setzen will: Bund, L&#228;nder, Hochschulrektorenkonferenz, Universit&#228;ten etc.?</p>
<p>Auch die konkrete Politik des Streiks verwundert uns mitunter. Worin liegt der Wert symbolischer Aktionen? Eine Webseite ist eine sch&#246;ne Sache, aber keine Politik. Kreative Proteste machen Spa&#223;, sind aber nicht mehr als Event- oder Symbolpolitik, die in einer ohnehin auf Symbole und Events ausgerichteten Mediengesellschaft kaum mehr sind als ein Unterhaltungselement neben anderen. Erst guck ich Protest, dann Frau Kallwass&#8230; Eingreifende Politik mu&#223; Gegner benennen, Interessen formulieren, Druck aus&#252;ben, Machtpositionen entwickeln.</p>
<p>Wir sind auch sehr skeptisch gegen&#252;ber einer Politikauffassung, die zu meinen scheint, man m&#252;&#223;e &#8216;der Politik&#8217; nur mal erkl&#228;ren, was sie falsch gemacht hat und dann wird alles gut. Man sollte seine Gegner nie untersch&#228;tzen – was, wenn die Reform genau das gebracht hat, was erw&#252;nscht ist? Das Lehren und Lernen ist quantifizierbar gemacht worden und das ist die Grundvoraussetzung f&#252;r die Privatisierung von Lehre, ein erkl&#228;rtes Ziel neoliberaler und damit vorherrschender Politik. Und schon der Streik macht doch deutlich, da&#223; das BA-Studium sehr viel Angst produziert: Angst vor einem unzureichenden Abschlu&#223;, Angst durch die Teilnahme am Streik aus dem verschulten Studium zu fallen, Pr&#252;fungen und vielleicht den Abschlu&#223; zu verpassen, Angst vor drohender Arbeitslosigkeit, Angst nur rudiment&#228;r ausgebildet zu sein – alles realistische &#196;ngste! Und schaffen solche &#196;ngste nicht etwas von der anderen Seite durchaus erw&#252;nschtes, eine wachsende Gruppe von Menschen mit rudiment&#228;rer intellektueller Grundausbildung, die vor lauter Angst alles mit sich machen l&#228;&#223;t?</p>
<p>An wen also wendet man sich, wen setzt man unter Druck, mit wem kann man sich solidarisieren und wie weit geht diese Solidarit&#228;t? Dazu aber mu&#223; man sich &#252;ber Interessen, der eigenen wie die der anderen Seite, im Klaren sein.</p>
<p>Wie geht es weiter?</p>
<p>Der Streik hat bereits Erfolg, denn es kommt Bewegung in den sog. Bologna-Poze&#223;. Viele sind damit unzufrieden und damit sind zumindest kurzfristige Interessenkoalitionen m&#246;glich, die etwas bewegen.</p>
<p>Fatal w&#228;re es allerdings, sich mit diesem Erfolg zufrieden zu geben, denn was nun folgt sind die M&#252;hen der Ebene: die allgemeine Bereitschaft zur Reform der Reform mu&#223; auch konkret umgesetzt werden. Wohlfeile Versprechen von Politikern und Hochschulvertretern sind das eine, die konkrete Umsetzung etwas ganz anderes.</p>
<p>Realistischerweise kann man von einer kleinen Universit&#228;t wie Bayreuth nicht erwarten, da&#223; sie den globalen Protest anf&#252;hrt und auch nicht, da&#223; solche allgemeinen Formen des Protestes hier sehr lange aufrecht erhalten werden k&#246;nnen. Die Frage ist daher, wie es im n&#228;chsten Jahr lokal weitergehen soll?</p>
<p>Reform hei&#223;t ganz konkret, da&#223; die Studien- und Pr&#252;fungsordnungen &#252;berarbeitet werden m&#252;ssen. Dabei hat aber die Studentenschaft hier vor Ort die M&#246;glichkeit, nachhaltig einzugreifen! Dies kann nicht von heute auf morgen geschehen, da hei&#223;t es geduldig dicke Bretter bohren und best&#228;ndig den Druck aufrechtzuerhalten. Diese Diskussion scheint aus unserer Sicht noch gar nicht begonnen zu haben. Nat&#252;rlich ist das W&#228;lzen von Paragraphen sehr viel unbefriedigender als symbolische Politik – daf&#252;r aber sehr viel nachhaltiger.</p>
<p>Konkrete Eingriffsm&#246;glichkeiten f&#252;r Ver&#228;nderungen an den Studieng&#228;ngen hier in Bayreuth sehen wir vor allem in folgenden Bereichen:</p>
<p>- Das Lehren und Lernen mu&#223; entlastet werden von st&#228;ndigen Noten- und Pr&#252;fungszw&#228;ngen: Lernen hei&#223;t Fehler machen und Fehler d&#252;rfen nicht negativ sanktioniert werden.</p>
<p>- Das erfordert ein l&#228;ngeres Studium! Eine Verl&#228;ngerung des BA auf acht Semester, wie nun diskutiert wird, w&#228;re eine M&#246;glichkeit, eine andere, in jedem Fall einen MA studieren zu d&#252;rfen. Angesichts einer immer komplexer werdenden Welt ist die Idee, man k&#246;nne dem durch eine Verk&#252;rzung der Lernzeit gerecht werden, ohnehin reichlich absurd.</p>
<p>- Lernen an einer Hochschule mu&#223; auch hei&#223;en, Verantwortung f&#252;r sich selbst zu &#252;bernehmen. Die permanente Kontrolle durch &#220;berb&#252;rokratisierung steht dem aber immer mehr im Weg: Anwesenheit wird kontrolliert, Abwesenheit verlangt Atteste, FlexNow g&#228;ngelt bei jeder Kleinigkeit mit nutzlosen Kontrollfunktionen, die keinerlei fachlichen und didaktischen Vorteil haben. Die radikal verschulten Studien- und Pr&#252;fungsordnungen erfordern eine st&#228;ndige &#220;berwachung der Studierenden, vor allem durch die Pr&#252;fungs&#228;mter. B&#252;rokratie ist eine feine Sache, wenn sie unauff&#228;llig und hilfreich daf&#252;r sorgt, da&#223; man sich um Formalia keine Gedanken machen mu&#223; – sie wird zum Hindernis, wenn sie zur alles &#252;berwachenden Kontrollinstanz wird. Und das ist ein systemisches Problem, denn auch die Kollegen in der Universit&#228;tsverwaltung m&#252;ssen diesen aus den BA/MA-Studieng&#228;ngen sich ergebenden &#220;berwachungs- und Kontrollwahn ausbaden.</p>
<p>Wir sind als Lehrende diesem Irrsinn auf andere, aber ebenfalls belastende Art unterworfen &#8211; wir wollen lehren und nicht &#252;berwachen und kontrollieren!</p>
<p>Diese Dinge sind &#228;nderbar! Sie sind in Bayreuth &#228;nderbar und erst recht jetzt, wo der Streik soviel Druck erzeugt hat, da&#223; &#252;berall davon geredet wird, da&#223; der Bolognaproze&#223; der Reform bedarf.</p>
<p>Die Erfahrung zeigt, da&#223; Streiks an Universit&#228;ten, und das aus guten Gr&#252;nden, nie von allzu langer Dauer sind – die Arbeit an Studien- und Pr&#252;fungsordnungen wird hingegen sehr viel l&#228;nger dauern. Welche Strukturen lassen sich da bilden, um den studentischen Einflu&#223; auf diese Prozesse sicherzustellen? Wie kann die Arbeit an diesen konkreten Ordnungen &#246;ffentlich gehalten werden, um den studentischen Druck darauf nicht zu verringern?</p>
<p>Verlassen Sie sich nicht darauf, da&#223; andere Ihre Probleme l&#246;sen werden, nicht einmal dann, wenn diese guten Willens sind. Wir helfen gern und so gut wir k&#246;nnen, aber wir sind keine Studenten mehr und haben unsere eigene Sicht auf die Dinge und unsere eigenen Interessen.</p>
<p>Niemand kennt Ihre Probleme so gut wie Sie selbst und niemand kann besser sagen als Sie, was sich &#228;ndern mu&#223;.</p>
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		<title>Stellungnahme der GEW Bayern</title>
		<link>http://bayreuth-brennt.de/2009/11/27/stellungnahme-der-gew-bayern/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 11:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[*GEW Bayern begr&#252;&#223;t die Fortsetzung der Aktionen an den Hochschulen* *Halbherzige Anerkennung der Misere reicht nicht aus* Die GEW Bayern sieht in den Gespr&#228;chen zwischen protestierenden StudentInnen und PolitikerInnen bzw. Hochschulleitungen der vergangenen Woche einen wichtigen Zwischenschritt im Kampf um Chancengleichheit und bessere Studienbedingungen. Dazu Gele Neub&#228;cker, Vorsitzende der GEW Bayern: „ Die Wahrnehmung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>*GEW Bayern begr&#252;&#223;t die Fortsetzung der Aktionen an den Hochschulen*</p>
<p>*Halbherzige Anerkennung der Misere reicht nicht aus*</p>
<p>Die GEW Bayern sieht in den Gespr&#228;chen zwischen protestierenden<br />
StudentInnen  und PolitikerInnen bzw. Hochschulleitungen der vergangenen<br />
Woche einen wichtigen Zwischenschritt im Kampf um Chancengleichheit und<br />
bessere Studienbedingungen.</p>
<p>Dazu Gele Neub&#228;cker, Vorsitzende der GEW Bayern: „ Die Wahrnehmung der<br />
Missst&#228;nde und der Probleme der StudentInnen durch die daf&#252;r<br />
Verantwortlichen ist eine Grundvoraussetzung f&#252;r eine Verbesserung der<br />
Situation. Jetzt geht es darum, dass den Worten auch Taten folgen. Von<br />
einer sp&#252;rbaren Verbesserung der finanziellen Situation der StudentInnen<br />
und der Struktur der einzelnen Studieng&#228;nge sind wir leider noch weit<br />
entfernt.“</p>
<p>Daher unterst&#252;tzt die GEW die Fortsetzung der Aktionen an den<br />
bayerischen Hochschulen und begr&#252;&#223;t die Vernetzung mit anderen<br />
(Bundes-)L&#228;ndern, insbesondere das internationale Plenum am kommenden<br />
Samstag in M&#252;nchen.</p>
<p>Neub&#228;cker: „Wir appellieren an die StudentInnen, ihren aktiven Protest<br />
so lange wie m&#246;glich fortzusetzen und fordern alle gesellschaftlichen<br />
Gruppen auf, sich mit den Themen „Chancengleichheit im Bildungswesen“<br />
und „Studienbedingungen an den Hochschulen“ auseinanderzusetzen und<br />
gemeinsam mit StudentInnen und Sch&#252;lerInnen aktiv f&#252;r Verbesserungen<br />
einzutreten.“</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Stellungnahme der Burschenschaft Thessalia zu Prag</title>
		<link>http://bayreuth-brennt.de/2009/11/26/solidaritaetserklaerung-der-burschenschaft-thessalia-zu-prag/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 10:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Solidarit&#228;tserkl&#228;rung mit den Bayreuther Studentenprotesten Die Burschenschaft Thessalia zu Prag erkl&#228;rt sich solidarisch mit den Protesten von Bayreuther Studenten. Der Protest muss jedoch auf breite Beine gestellt werden und sollte verschiedene Richtungen aus der Studentenschaft integrieren. Zu diesem Zwecke empfehlen wir den Initiatoren der Proteste in Bayreuth, folgende Forderungen zu ber&#252;cksichtigen: 1. Bildung darf nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Solidarit&#228;tserkl&#228;rung mit den Bayreuther Studentenprotesten</strong></p>
<p>Die Burschenschaft Thessalia zu Prag erkl&#228;rt sich solidarisch mit den Protesten von Bayreuther Studenten. Der Protest muss jedoch auf breite Beine gestellt werden und sollte verschiedene Richtungen aus der Studentenschaft integrieren.<span id="more-386"></span></p>
<p>Zu diesem Zwecke empfehlen wir den Initiatoren der Proteste in Bayreuth, folgende Forderungen zu ber&#252;cksichtigen:</p>
<p>1. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abh&#228;ngen. Deshalb lehnt die<br />
Burschenschaft Thessalia und mit ihr der Dachverband Deutsche Burschen-<br />
schaft Studiengeb&#252;hren im Erststudium und innerhalb der Regelstudienzeit<br />
ab.</p>
<p>2. Das Leistungsprinzip muss Grundlage eines jeden Studiums bleiben. Forde-<br />
rungen wie die nach genereller Ausweitung der H&#246;chststudiendauer sollten<br />
nicht Teil des Protests sein, da dieser sich so gegen&#252;ber unbeteiligten Kommi-<br />
litonen selbst diskreditiert.</p>
<p>3. Die Gestaltung eines Auslandsaufenthalts w&#228;hrend eines BA/MA-<br />
Studiengangs muss erleichtert werden. Die Studien- bzw. Pr&#252;fungsordnungen<br />
sollten spezielle ein- bis zweisemestrige Freistellungen vorsehen, die ein Aus-<br />
landsstudium ohne Verl&#228;ngerung der Gesamtstudienzeit erm&#246;glichen.</p>
<p>4. Gem&#228;&#223; dem Humboldt’schen Bildungsideal bef&#252;rworten wir eine ganzheitliche<br />
Bildung junger Menschen in der Studienzeit. Ein Studium darf nicht nur Fakten<br />
vermitteln, sondern muss wissenschaftliches Arbeiten lehren sowie zur Per-<br />
s&#246;nlichkeitsbildung beitragen.</p>
<p>5. Die M&#246;glichkeiten zur eigenen Wahl fachbezogener Veranstaltungen im Rah-<br />
men des ECT-Systems sind auszubauen. Abzulehnen ist allerdings eine An-<br />
rechnungsoption f&#252;r den Besuch fachfremder Vorlesungen. Ein &#252;ber den<br />
selbst gew&#228;hlten Studiengang hinausgehendes Studium generale muss eben-<br />
so wie die abendliche Lekt&#252;re fachfremder Literatur Privatsache bleiben.</p>
<p>6. Im Sinne der Akademischen Freiheit verwahren wir uns einer weiteren Ver-<br />
schulung der universit&#228;ren Ausbildung. Einem angehenden Akademiker ist es<br />
durchaus zuzutrauen, seine Arbeitszeit bei vorgegebenem Leistungsniveau<br />
selbst einzuteilen. Deshalb lehnen wir Pflichtanwesenheit in gr&#246;&#223;eren Veran-<br />
staltungen wie Vorlesungen kategorisch ab.</p>
<p>7. Wir fordern einen massiven Ausbau des akademischen Mittelbaus, einschlie&#223;-<br />
lich angemessener Bezahlung der dort Angestellten. &#220;ber den Wettbewerb mit<br />
der freien Wirtschaft um hervorragende Studienabsolventen bei der Besetzung<br />
von Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiter muss st&#228;rker reflektiert werden.<br />
Die hohe Zahl von Universit&#228;tsdozenten in prek&#228;ren Besch&#228;ftigungsverh&#228;lt-<br />
nissen ist einer „Wissensgesellschaft“ unw&#252;rdig.</p>
<p>Die Burschenschaft Thessalia kritisiert die Verkn&#252;pfung hochschulpolitischer Forderungen mit gesamtgesellschaftlichen Problemstellungen. Ein pseudo-revolution&#228;rer Habitus, der sich etwa durch Parolen wie „Bayreuth brennt!“ artikuliert, wird die Akzeptanz innerhalb der Bayreuther Studentenschaft nicht erh&#246;hen. Gleichzeitig m&#252;ssen sich die Teilnehmer des Protests dar&#252;ber klar werden, ob sie eine Mehrheit gewinnen oder sich als Minderheit dem Verfall in die Bedeutungslosigkeit gegen&#252;bergestellt sehen wollen. Zur besseren Koordination des Hochschulprotests sollten die Initiatoren einen Organisationsleiter als zentralen Ansprechpartner ernennen, der dieVerantwortung f&#252;r Planung und Durchf&#252;hrung von Protestaktionen tr&#228;gt.<br />
Um den Protest erfolgreich zu gestalten, muss die Arbeit durch Plakate, Flugbl&#228;tter und Infost&#228;nde in alle Fakult&#228;ten hinein getragen werden. Dies verspricht st&#228;rkere Breitenwirkung als die fragw&#252;rdige Besetzung eines H&#246;rsaals.<br />
Zur Erreichung der gemeinsamen Ziele ist eine Zusammenarbeit in hochschulpolitischen Belangen auch &#252;ber ideologische Grenzen hinweg anzustreben.</p>
<p>Bayreuth, den 25. November 2009<br />
Die Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth<br />
<a href="http://www.thessalia.de">www.thessalia.de</a></p>
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		<title>GR&#220;NE JUGEND Oberfranken solidarisiert sich mit allen Besetzer_innen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 18:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die GR&#220;NE JUGEND Oberfranken hatte sich bereits mit den Besetzer_innen der Hochschule Coburg solidarisch erkl&#228;rt. Nachdem in den letzten Tagen die Uni Bamberg sowie die Uni Bayreuth besetzt wurden, erweitert die GR&#220;NE JUGEND Oberfranken jetzt ihre Solidarit&#228;tsbekundung mit allen Besetzer_innen in Oberfranken und dar&#252;ber hinaus: &#8220;Wir unterst&#252;tzen die Besetzungen an allen oberfr&#228;nkischen Universit&#228;ten und Hochschulen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die GR&#220;NE JUGEND Oberfranken hatte sich bereits mit den Besetzer_innen der Hochschule Coburg solidarisch erkl&#228;rt. Nachdem in den letzten Tagen die Uni Bamberg sowie die Uni Bayreuth besetzt wurden, erweitert die GR&#220;NE JUGEND Oberfranken jetzt ihre Solidarit&#228;tsbekundung mit allen Besetzer_innen in Oberfranken und dar&#252;ber hinaus: &#8220;Wir unterst&#252;tzen die Besetzungen an allen oberfr&#228;nkischen Universit&#228;ten  und Hochschulen und freuen uns, dass in fast allen Universit&#228;ten in Bayern bereits in besetzten H&#246;rs&#228;&#228;len &#252;ber Bildungspolitik und Auswege aus der ohne Ver&#228;nderungen bevorstehenden Bildungskrise diskutiert wird&#8221;, erkl&#228;rt Isabel Schmuck, Sprecherin der GR&#220;NEN JUGEND Oberfranken.</p>
<p>Teilweise kam jedoch Kritik auf, dass die streikenden Studierenden nicht die Mehrheit der Student_innen vertreten und Einige vom Studieren abgehalten werden. Dagegen spricht sie sich klar aus:  &#8220;Das Wissenschaftsministerium blockiert seit Jahren eine bessere Hochschulpolitik. Die Streikenden sind nicht die Menschen, die die Studierenden vom Lernen abhalten, sondern die Politik! Die Staatsregierung hat bei den Fehlentwicklungen im Bildungsbereich nicht reagiert und lieber Milliarden mit der BayernLB in den Sand gesetzt, als in Bildung zu investieren! Studiengeb&#252;hren schaffen eine Doppelbelastung, da viele Studierende zus&#228;tzlich arbeiten m&#252;ssen, um sich ihr Studium &#252;berhaupt finanzieren zu k&#246;nnen. Dies ist mit dem zus&#228;tzlichen Druck, der durch den Bologna-Prozess entstanden ist, f&#252;r Viele nicht auszuhalten. Doch das ist noch lange nicht der Anfang. Auch das geplante Betreuungsgeld wird gerade die Personen von einer qualifizierten Betreuung abhalten, die sie am dringendsten n&#246;t<br />
ig h&#228;tten und in der Schulpolitik wurde das G8 &#252;ber Nacht eingef&#252;hrt und nie richtig evaluiert.&#8221;</p>
<p>Die GR&#220;NE JUGEND Oberfranken fordert daher &#8220;Eine Schule f&#252;r Alle&#8221;, die nicht nur bildungspolitisch sinnvoll ist, sondern vor allem im l&#228;ndlichen Raum, die Schulen auch in den D&#246;rfern erhalten w&#252;rde. Die bayrische Staatsregierung h&#228;lt jedoch seit Jahrzehnten an der l&#228;ngst &#252;berholten Mehrgliedrigkeit des Schulsystems fest.<br />
&#8220;Selbst bei den aktuellen Protesten sind Sch&#252;ler_innen &#8211; die Studierenden von Morgen &#8211; vermutlich nicht zahlreich vertreten, da sie durch die Schulzeitverk&#252;rzung auf 8 Jahre schon w&#228;hrend der Schulzeit einer unglaublichen Belastung standhalten m&#252;ssen&#8221;, stellt Isabel Schmuck, selbst Sch&#252;lerin im G8, fest. Sie war schon zu Beginn des Jahres Pressesprecherin von basis&#8217;09, Europas gr&#246;&#223;tem Sch&#252;ler_innenkongress, an dem &#252;ber 600 Sch&#252;ler_innen teilgenommen haben. Die Landessch&#252;ler_innen Vereinigung Bayern e. V., die basis&#8217;09 organisiert hat, bekam daf&#252;r vor Kurzem, den B&#252;rgerkulturpreis 2009 des Bayerischen Landtags verliehen. &#8220;Jetzt ist es Zeit nicht nur Engagement zu pr&#228;mieren, sondern auch inhaltlich etwas zu ver&#228;ndern&#8221;, fordert Isabel Schmuck.</p>
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		<title>Solidarit&#228;tserkl&#228;rung der Juso Hochschulgruppe Bayreuth</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 08:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Juso Hochschulgruppe unterst&#252;tzt die Besetzung des H 26. Das Ziel einen Raum zu schaffen in dem konstruktiv &#252;ber notwendige Verbesserungen zum Wohle aller Studierenden diskutiert werden kann, begr&#252;&#223;en wir. Inhaltlich besteht eine gro&#223;e &#220;bereinstimmung mit den Forderungen der Besetzer. Eine Absenkung der Studiengeb&#252;hren auf 300 €, Ver&#228;nderungen beim Bachelor/Master-Studium wie Entlastung, gr&#246;&#223;ere Wahlfreiheit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Juso Hochschulgruppe unterst&#252;tzt die Besetzung des H 26. Das Ziel einen Raum zu schaffen in dem konstruktiv &#252;ber notwendige Verbesserungen zum Wohle aller Studierenden diskutiert werden kann, begr&#252;&#223;en wir. Inhaltlich besteht eine gro&#223;e &#220;bereinstimmung mit den Forderungen der Besetzer. </p>
<p>Eine Absenkung der Studiengeb&#252;hren auf 300 €, Ver&#228;nderungen beim Bachelor/Master-Studium wie Entlastung, gr&#246;&#223;ere Wahlfreiheit und Anrechenbarkeit fachfremder Veranstaltungen haben unsere volle Zustimmung.</p>
<p>Beim Vorgehen freut uns, dass der besetzte Raum auch dazu genutzt werden soll den Kontakt zwischen dem StuPa und allen Studenten zu intensivieren. Vor diesem Hintergrund begr&#252;&#223;en wir es sehr, dass sich immer wieder Vertreter aller politischen Hochschulgruppen der Diskussion im H26<br />
stellen.</p>
<p>Wichtig ist uns aber auch, dass alle hochschul-internen Forderungen nur &#252;ber den Weg der demokratisch legitimierten Gremien an der Universit&#228;t Bayreuth durchgesetzt werden k&#246;nnen. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Studierendenparlament ist da zu betonen. Anerkennung geb&#252;hrt der Unileitung und besonders dem Pr&#228;sident Herr Bormann f&#252;r sein Verhalten, der durch seine Anwesenheit bei zwei Plenen sein Versprechen den Dialog mit den Studierenden zu<br />
suchen, umsetzte und gleichzeitig den Raum weiter gew&#228;hrt.</p>
<p>Da alle Lehrveranstaltungen verlegt werden konnten, wird niemand am Lernen gehindert und wir freuen uns auf Tage des konstruktiven Dialoges in Solidarit&#228;t mit unseren Kommilitonen in ganz Europa.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Erkl&#228;rung der Fachschaft BCG</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 12:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bayreuth brennt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Solidarisierungen und Stellungnahmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fachschaft Biologie/Chemie/Geowissenschaften erkl&#228;rt ihre Solidarit&#228;t mit dem Bildungsstreik und der Bildungsinitiative an der Universit&#228;t Bayreuth. Wir begr&#252;&#223;en ausdr&#252;cklich die &#214;ffnung des H&#246;rsaals 26 als einen Raum f&#252;r Diskussionen mit Dozenten, Studierenden und Interessierten. Die Bildung von Arbeitsgruppen und das Erarbeiten von konstruktiven Vorschl&#228;gen und L&#246;sungsans&#228;tzen f&#252;r die Verbesserung der Studienbedingungen an der Universit&#228;t wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fachschaft Biologie/Chemie/Geowissenschaften erkl&#228;rt ihre Solidarit&#228;t mit dem Bildungsstreik und der Bildungsinitiative an der Universit&#228;t Bayreuth. Wir begr&#252;&#223;en ausdr&#252;cklich die &#214;ffnung des H&#246;rsaals 26 als einen Raum f&#252;r Diskussionen mit Dozenten, Studierenden und Interessierten. Die Bildung von Arbeitsgruppen und das Erarbeiten von konstruktiven Vorschl&#228;gen und L&#246;sungsans&#228;tzen f&#252;r die Verbesserung der Studienbedingungen an der Universit&#228;t wird von uns unterst&#252;tzt. Sehr wichtig ist uns auch die Sensibilisierung der &#214;ffentlichkeit f&#252;r die Defizite im Bildungssystem, die durch den bundesweiten Bildungsstreik erreicht wird.</p>
<p>Die bisher schon vorgeschlagenen Verbesserungsma&#223;nahmen wurden durch die Fachschaftmitglieder unterschiedlichster Fachrichtungen gepr&#252;ft und differenziert beleuchtet. Dabei stimmen wir den meisten Forderungen zu und wollen ihre Umsetzung angehen. Dabei sind wir uns bewusst, dass &#196;nderungen nur durch die offizielle, demokratisch gew&#228;hlte, Studierendenvertretung umgesetzt werden k&#246;nnen. Das Studierendenparlament und die Fachschaft sind dabei auf die aktive Mitarbeit aller interessierten Studierenden angewiesen. Nur mit eurer Hilfe, euren Vorschl&#228;gen und Kritikpunkten k&#246;nnen wir eure Meinung vertreten und umsetzen.</p>
<p>F&#252;r die Fachschaft BCG<br />
Kerstin Wilhelm<br />
David Kienle</p>
]]></content:encoded>
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