Feed auf
Postings
Kommentare

Da sich die Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth nicht ausdrücklich von Rassismus lossagt, distanzieren wir uns von der Organisation. Wir bleiben in Diskussion und Arbeitsgruppen offen für jeden interessierten Menschen.

34 Kommentare auf “Nachtrag: Stellungnahme der Burschenschaft Thessalia zu Prag”

  1. RWler sagt:

    Langsam werdet ihr H26-Besetzer immer suspekter!

  2. Bene sagt:

    Sehr schön, dass war nötig!

    Und Leuten, denen suspekt ist, wenn von anderen verlangt wird sich ausdrücklich von Rassismus loszusagen, sind mir suspekt. ;)

  3. Distanzierer sagt:

    Das kann ja wohl nicht wahr sein!

    Bitte fordert dann auch von den Euch unterstützenden Hochschulgruppen der Jusos und der Grünen Liste, dass sie sich von den durch ihre Mutterparteien verursachten und völkerrechtswidrigen Angriffskriegen distanzieren sollen. Sagt Eueren Freunden von Jusos und Grünen bitte auch, dass sie den Sozialabbau der rot-grünen Bundesregierung, betrieben in Form der Agenda 2010, verurteilen sollen. Letztere ist mit der Grund dafür, dass viele in Hartz IV-Armut gefallene Eltern sich für ihre Kinder eben kein Hochschulstudium mehr leisten können.

    Bitte fordert auch von der Euch unterstützenden Hochschulorganisation der Linkspartei, dass sie sich von 40 Jahre SED-Diktatur und millionenfachen Mord des Stalinismus distanzieren sollen.

    Rassismus ist die Geringschätzung eines Menschen aufgrund seiner ethnischen Herkunft Wenn die Burschenschaft Thessalia nur deutsche (männliche) Studenten aufnimmt, geht damit ebenso wenig eine Geringschätzung nicht-deutscher Menschen wie gegenüber Frauen einher. Aber genau dies scheint für Euere Forderung ja der Anknüpfungspunkt zu sein.

  4. kein Thessale sagt:

    Es ist schon traurig, dass man sich in Deutschland mittlerweile zuerst von Rassismus, Homophobie und vielem mehr lossagen muss, um mitdiskutieren zu dürfen. Ansonsten können die Vorschläge noch so konstruktiv und klug sein, aufgrund der “falschen” Gesinnung des Meinungsäußernden verhallen sie. Setzt euch bitte mal ein paar Stunden in ein stilles Kämmerlein und denkt darüber nach, wohin uns diese Gesinnungsdiktatur führen wird.

    Leute die, wie diese Seiten-Betreiber, die Meinungsfreiheit derart mit den Füßen treten, sind eines Tages auch bereit eine(n) neue(n) FührerIn (wir wollen ja die Frauen nicht diskriminieren!) durchzusetzen, die/der sich ihrer antifaschistischen Interessen annimmt.

    • kein Thessale sagt:

      das mit der “selektiven Demokratie” sollte wahrscheinlich witzig sein und ironisch rüberkommen. In der Tat ist es sehr bezeichnend für die Antifa.

  5. aus dem H26 sagt:

    Nur weil du “Nicht H26iger” glaubst im Namen der Mehrheit der Leute aus dem H26 zu sprechen(was du definitiv nicht tust) musst du noch lange nicht so einen unzusammenhängenden Schwachsinn von dir lassen. Konstuktiver Dialog wäre sinnvoler. Wer sich genau informieren will soll doch an den Infostand im h26 kommen.

    • RWler sagt:

      Komisch nur, dass der Herr gerade noch unter dem Namen “Bayreuth brennt” verfasst hat und dieser Account angeblich der offizielle Account des H26 ist. Ihr Besetzer werdet immer kurioser und wisst anscheinend nichtmehr was ihr eigentlich wollt. Gehts euch um die Rotfront oder um Bildung?

      • Bayreuth brennt sagt:

        Leider kann anscheinend jeder als Namen Bayreuth brennt wählen, auch wenn dass unser offizieller Account ist. Dieser Herr hat nichts mit uns zu tun und wenn jemand unter unserem Namen postet wird der Name geändert. Ja wir merken das!!!!

        Achja falls andere nun auch meinen das wäre doch sooo lustig. Jeder der unerlaubt unter dem Namen “Bayreuth brennt” Postet wird gebannt.

        • RWler sagt:

          Ich erwarte, dass ihr euch bitte ebenso distanziert und erklärt, dass ihr den Kommunismus ablehnt.

  6. nein sagt:

    @Thessalen und Sympathisanten,

    es wird langweilig.

    @BesetzerInnen:

    Macht weiter! Empfangt Menschen im H26 weiter mit eurer offenen Art. Alle, die wirklich bei euch vorbeigeschaut haben und die die Diskussionen miterlebt haben, wissen, dass die Vorwürfe und Belehrungen heuchlerisch und scheinheilig sind (z.B. hatte und habe ich in einigen Gesichtspunkten andere, radikalere Vorstellungen, doch es wurde zugehört, konstruktiv diskutiert und oft ehrlich widersprochen).

    Versucht weiter Menschen zu erreichen! Die vielfältigen Aktionen, ob in der Innenstadt oder an der Uni, die Versuche im H26 “Bildung” kontrovers zu thematisieren und DozentInnen in den Diskurs einzubinden, die “Nachhilfe-Aktion” und vieles mehr, zeigen, wofür ihr steht.

  7. Bayreuth brennt sagt:

    ich möchte doch anregen den artikel genau zu lesen, dort steht sinngemäß:

    jedes individuum darf sich – egal welcher gesinnung – weiter in die diskussion einbringen.

  8. Retard sagt:

    Zur Erinnerung, letzen Dienstag im Plenum: Ein Verbindungsstudent (ich meine ein Thessale, nicht sicher) erkundigt sich, ob er als solcher im H26 geduldet werde, da dies zB in Erlangen nicht so sei. Erste Antwort: “Kommt immer auf den Studenten an!” (Applaus). Ein Anderer fügt hinzu: “Als Student gerne, klar. Aber nicht als Vertreter der Verbindung.” (wieder Applaus). Die Soli-Erklärung der Burschenschaft ging am Donnerstag, zwei Tage Später, online. In meinen Augen wurde sich also schon vor der Erklärung der Thessalen von Verbindungen im Allgemeinen distanziert.
    Dass der H26 trotzdem jedem offen stehen sollte (natürlich auch Verbindungsstudenten) ist selbsverständlich.

    PS: Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube es kam sogar zu einer Abstimmung bezüglich der Duldung von Verbindungsstudenten, wurde akzeptiert. Bin mir nicht sicher, leider gibts hier für den Dienstag, 24.11.09, auch kein Protokoll. Vielleicht kann sich ja jemand dazu äussern, dann wäre diese Diskussion wer wann in welchen Klamotten in oder vor den H26 darf auch endlich obsolet, wird langsam nämlich wirklich langweilig.

    • Wofi von der Netzwerkgruppe sagt:

      Hallo.
      Den Willkommensgruß an ALLE Studenten und die Aufnahme ALLER Studenten, solange sie nicht ihre Organisation vertreten, habe ich vorgeschlagen.
      Ja, es gab eine Abstimmung darüber.
      Ja, meinem Vorschlag wurde EINSTIMMIG vom Plenum des H26 zugestimmt.
      Ja, wir stehen immer noch dahinter.
      Ja, wir laden auch Thessalen gerne zu uns weiterhin ein :
      So lange sie eben nicht als offizielle Vertreter der Thesalia, sondern als Privatpersonen kommen.
      Schießlich bin ich als Sozi, Attac und Ingog Mitglied auch nicht als solcher, sondern als Privatperson Wolfi am Streik beteiligt.
      Das wird eben auch von jedem verlangt.
      Und etz Ende im Gelände, des nervt nämlich!

  9. Klarstellung sagt:

    Also ich war gestern Abend auch anwesend. Und wie schon mehrfach gesagt wurde:
    Zitat:
    “Der H26 ist aber keine Plattform zur Profilierung von Gruppierungen, Parteien und Organisationen jedweder Art.”
    aus der Stellungnahme zu Thessalia.
    Also auch keine Plattform für Jusos und auch keine Plattform für Linksradikale…

  10. David sagt:

    Hallo zusammen,
    die Gemüter können sich beruhigen: Es wird mit der jetzigen Formulierung niemand aus dem H 26 ausgeschlossen, auch kein Thessale.
    Mit der Erklärung wird nur nochmal für die Allgemeinheit klargestellt, dass der H 26 nicht die Einstellungen der Thessalia teilt. Diese wiederum kann sich auch auf Nachfrage nicht ausdrücklich von Rassismus trennen.
    Damit wird keine Meinungsfreiheit irgendwie eingeschränkt.
    Eine Distanzierung von Antifa, Rotfront, Kommunismus usw. ist aktuell mangels Anlass nicht notwendig – von keiner entsprechenden Organisation erscheint eine Solidaritätserklärung auf der Webseite bayreuth-brennt.de.

    Viele Grüße
    David

    Noch ein persönlicher Kommentar: Mir ist ist Bildung, insbesondere Bildungsfinanzierung und -gerechtigkeit ein sehr wichtiges Thema, welches ich nicht mit anderen verwässern möchte. Viele Menschen wollen aber mit keinem Projekt irgendwie zu tun haben, an dem eine Organisation beteiligt ist, die Rassismus nicht verurteilen will. Das hat mit einer Einschränkung der Meinungsfreiheit so mal gar nichts zu tun (die könnte auch nur das Bundesverfassungsgerecht durch Einziehung der Grundrechte erwirken).

    Was das bitte schön mit Angriffskriegen und sonstigem Unsinn zu tun haben soll erklärt sich einem wohl kaum.

  11. Schwabenpfeil sagt:

    Und was bitte hat eine Besetzung eines Hörsaals für bessere Bildung mit Rassismus zu tun? Den Spagat würde ich doch gerne lesen….
    Ganz abgesehen davon, daß niemand von Euch jemals eine rassistische Äußerung eines Thessalen gelesen oder gehört hätte. Wie auch? Aber wir wollen ja nicht mit Fakten verwirren, gelle?

  12. Kopfschüttler sagt:

    Den Vorwurf des Rassismus halte ich für verleumderisch, mit all seinen offenbar beabsichtigten Folgen.

    Auf der Seite thessalia.de lese ich zunächst unter “Was wir fordern” bezüglich des Ehrbegriffs der Thessalen die Sätze “Wir erwarten von einem Thessalen, daß er sich in seinem privaten und beruflichen Leben stets ehrenhaft verhält. Dazu zählen [...] die Würde anderer zu achten [...].”

    Die Thessalen fordern also EXPLIZIT und ÖFFENTLICH die Achtung der MENSCHENWÜRDE des GG-Artikels 1 von ihren Mitgliedern.

    Wie das Plenum daraus die Behauptung ableiten kann, die Thessalen würden sich nicht ausdrücklich “von Rassismus lossagen”, was übrigens impliziert, sie seien zweifellos rassistisch, kann ich beim besten Willen auf logischem Wege nicht nachvollziehen.
    Was erwartet Ihr eigentlich mehr, einen Gang nach Canossa?

    Weiterhin schreiben die Thessalen unter dem nächsten Punkt, daß sie ihre Mitglieder anhalten, für die bürgerlichen Freiheitsrechte voll und ganz einzustehen.
    Eines dieser Rechte ist das der Koalitionsfreiheit des Art. 9 Abs. I und II GG, von dem übrigens auch Ihr profitiert.
    Dieser Artikel beschreibt nicht nur das Existenzrecht der Thessalia und Eurer Protestgruppe, sondern gesteht der jeweiligen Vereinigung auch das Recht zu, aufzunehmen, wen sie will.
    Türkische Kulturvereine nehmen nur türkischstämmige Mitglieder auf, Umweltschutzorganisationen keine Atomkraftwerksbetreiber, die meisten Fußballvereine nur Männer, der Vegetarierbund Deutschland keine überzeugten Fleischesser, die Islamische Gemeinde Deutschlands nur Muslime, für EMMA schreiben nur Frauen, etc., und (fast) kein Mensch in Deutschland stört sich daran, zu Recht.
    Die Thessalen nehmen nach eigenen Angaben nur Deutschstämmige auf, aus der Tradition ihrer Werte heraus.
    Nochmal es handelt sich dabei um ein unveränderliches Grundrecht, und wer das nicht akzeptieren kann, steht auch nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes.
    Den meisten Vereinigungen könnte man sonst irgendeine Diskriminierung, und sei sie auch noch so klein, vorwerfen.

    Daß das große Plenum für Interessierte organisatorisch weiter geöffnet ist und auch sein muß, als die kleine Thessalia, liegt schon im unterschiedlichen Zweck begründet.
    Auch kann man konträr zu Positionen der Thessalia stehen, die drastische Wortwahl der Stellungnahme wird jedoch durch nichts gerechtfertigt.
    Ich fordere daher das Plenum auf, den oben getätigten Rassismus-Vorwurf so schnell wie möglich zurückzuziehen und die Stellungnahme in einer dem Rechtsfrieden der gesamten Studentenschaft dienlichen, neutralen und angehenden Akademikern würdigen Form zu überarbeiten.
    Sollte dies nicht geschehen, bleibt den Thessalen nur zu raten, rechtliche Schritte in Erwägung zu ziehen.

    P.S.: Übrigens, ich habe im bayerischen Geschichte-LK gelernt, daß es gerade die Burschenschaft war, die den ersten gesamtdeutschen Studentenprotest 1817 organisiert hat, mit zeitlos modernen hochschulpolitischen Forderungen.
    Darauf sollte sich das Plenum vielleicht einmal zurückbesinnen.

    • Anandonym sagt:

      Hier liest man immer wieder ganz schön heftige Kommentare und drastische Wortwahl ist nicht selten. Ich finde es verdammt feige, wer sich mit solchen (auch für das Plenum vielleicht mal wichtigen) Gegenstimmen und Unzufriedenheiten in der Anonymität dieses Blogs versteckt. Meckern aus einer geschützten Position heraus kann jeder…
      Wieso kommt Ihr nicht mal ins Plenum und bringt kritisch und in angemessener Form Eure Meinung vor???
      Anscheinend gibt es ja zu vielen Themen sehr wohl einie Meinung! Dann frage ich mich: Warum erhebt die Mehrheit der Bayreuth Studenten immer noch nicht in irgendeiner Form Ihre Stimme?
      Die Gründe der Zurückhaltung (denn es ist eine, Unbetroffenheit gibt es meiner Meinung nach beim Thema Bildung an der Hochschule nicht) zu kennen, ist für die Besetzung des H26 nicht nur interessant sondern sogar notwendig.
      Was spricht gegen eine generell unterstützende Haltung? Und was bitte rechtfertigt eine anonyme Zerredung der Bewegung IM INTERNET???

  13. David sagt:

    Lieber Kopfschüttler, lieber Schwabenpfeil,

    die Aussage, dass sich die Thessalia nicht von Rassismus distanzieren kann, stammt nicht vom H 26 oder der Homepage der Thessalia, sondern von einem Thessalen (er selbst distanziert sich übrigens von Rassismus). Anscheinend ward ihr nicht dabei…

    Aber es ist ja so schön einfach, aus der Anonymität des Internets zu polemisieren und anderen wahlweise Zensur, Verleumdung, eine kommunistische Gesinnung, oder gar das Lügen nachzusagen.

    Viele Grüße
    David

  14. Egal sagt:

    Die Thessalia ist bei weitem nicht das Unschuldslamm als das sie sich gerne darstellt! Bis 2002 war Jürgen Schwab, ein rechtsextremer Publizist, Mitglied derselben. Er wurde zwar 2002 aufgrund seines politischen Engagements ausgeschlossen, was von Kritikern allerdings als Kosmetik bezeichnet wird. Die Tessalia hat über die “Burschenschaftliche Gemeinschaft” (BG), in der sie auch Mitgliedsbund ist, Kontakte zu Burschenschaften die vom Verfassungsschutz beobachtet werden/wurden, wie der Münchner Burschenschaft Danubia oder der Burschenschaft Normannia zu Jena. Probleme scheint die selbsternannte Elite damit nicht zu haben…. Die SPD hat übrigens einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der BG, siehe auch: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,408440,00.html

  15. Valentin sagt:

    Die “Thessalia” sagt sich “nicht ausdrücklich” vom Rassismus los? Laut dem von Egal gepostetet Spiegelbericht: “Die Homepage lässt nicht lange rätseln, welche Ideen die “Burschenschaftliche Gemeinschaft” [dazu gehört die "Thessalia"] vertritt: “Ehre – Freiheit – Vaterland” steht in Frakturschrift über einer Deutschlandfahne. In ihren “Standpunkten” heißt es, die Gemeinschaft unterstütze “den volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen”. Es habe “keine Abtretung der Ostgebiete stattgefunden”, sondern diese befänden sich “im Schwebezustand, da keine Abstimmung darüber unter den Vetriebenen durchgeführt wurde”. Daneben befürwortet die Burschenschaftliche Gemeinschaft eine “deutsche Machtpolitik”, die “gewachsene Machtressourcen zum Vorteil des eigenen Volkes einsetzt”.”

    Das ist ein Haufen von Nazis. Wer mit denen diskutiert, diskreditiert sich selber vollständig. Aus unserer Geschichte sollten wir gelernt haben, das Demokratie nur dann funktioniert, wenn man die Faschisten, die sie abschaffen wollen, isoliert und bekämpft. Ist euch klar, das es offizielle Politik der “BG” ist, die bundesweite Bildungsstreikbewegung zu unterwandern? Ob da jemand als offizieller Vertreter dieses revanchistischen Haufens auftritt oder schlau genug ist, das nicht zu tun, darf keine Rolle spielen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

    Breite, offene Diskussion ja – aber nicht mit Verbrechern. Es ist nicht “traurig, dass man sich in Deutschland erst von Rassismus, Homophobie… lossagen muss, um mitzudiskutieren”, es ist erschreckend, dass man “Kräften” dieser menschenverachtenden Sorte hier eine Bühne bietet. Wollen wir was erreichen oder uns von Faschos unterwandern lassen?

    Was das posten von Kommentaren hier angeht: Wer diese Möglichkeit anbietet, sollte sich hinterher nicht wundern, wenn sie genutzt wird. Bei der Handvoll Profilierern, die das Plenum in der Hand haben, ist es doch klar, das diejenigen, die da etwas zurückhaltender sind, da nen schweren Stand haben.

    Was die “Studentenproteste” 1817 angeht: der grassierende Antisemitismus is dann wohl auch eine “zeitlos moderne Forderung”?

    Der Ausschluss von Verbrechern aus demokratischen Zusammenhängen hat mit Gesinnungsdiktatur nichts zu tun, viel mehr mit Intelligenz, Bildung und Humanismus. Mal abgesehen davon, das ein solcher Ausschluss in Bayreuth leider nicht stattfindet. Gerade den sind wir den Opfern des Faschismus aber schuldig.

    • Tobi sagt:

      @Valentin: Geht’s noch?
      Was hast Du gegen Ehre? Hast Du etwa keine? Was hast Du gegen Freiheit? Lieber hinter Mauern leben? Was hast Du gegen Vaterland? Wo lebst Du denn? Was hast Du gegen Frakturschrift? Schon mal das Kommunistische Manifest im Original gelesen? Was hast Du gegen die Bundesflagge und die Farben Schwarz-Rot-Gold? Das würde mich WIRKLICH mal interessieren. Schon mal darüber nachgedacht, dass die beschriebenen Ideale aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus stammen, oder woher kommst Du zu der Einschätzung, dass es sich bei allen Thessalen um Nazis, Faschisten und Verbrecher handelt?
      So weit es um die aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate geht, wurde das bereits bei den Kommentaren zur Solidarisierungserklärung geklärt, hier nur zur Vervollständigung:
      “Dennoch respektiert die BG die durch den sogenannten 2+4-Vertrag garantierten Grenzen.” “All dies darf aber nicht als Gegnerschaft gegen Europa falsch verstanden werden. Einem Europa der Nationen steht die Burschenschaftliche Gemeinschaft positiv gegenüber, solange es sich nicht nur um eine wirtschaftliche Interessengemeinschaft handelt.”

      Überhaupt schon mal inhaltlich mit dem volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff auseinandergesetzt?
      Auch wenn man die Ziele der Thessalen inhaltlich ablehnt, handelt es sich nicht um rechtswidrige Ansichten. Schon mal darüber nachgedacht, was Gregor Gysi jeden Tag alles als völkerrechtswidrig bezeichnet? Seit wann ist so etwas verboten?

      Im Gegensatz zu dir können die Thessalen jedenfalls diskutieren und inhaltliche Positionen annehmen, ohne dabei Straftatbestände zu verwirklichen. Wäre ich Thessale, würde ich Strafanzeige erstatten. Langsam reichts wirklich.

  16. BWLer sagt:

    Mittlerweile über 100 Kommentare zu den Burschis und (soweit ich mich erinnere) kein einziger über den Inhalt ihrer Erklärung, sondern nur über sie selbst. Echt traurig! Und ihr wundert euch über zu wenig Beteiligung?

  17. Kalt sagt:

    @BWLer:

    da stellt sich aber auch die Frage, wer diese ganze Disskussion losgetreten hat. Sowohl bei diesem Beitrag, als auch beim Letzten war es kein Besetzer aus dem H26, sondern ein Kritiker…

    aus diesem Grund macht dein Kommentar keinen Sinn!

    • VWL'er sagt:

      “Aktive Rechtsextremisten in burschenschaftlichen Verbindungen sind eine Minderheit. Und auch nur vereinzelt sind Burschenschaften zu Beobachtungsobjekten von Verfassungsschutzbehörden geworden. Aber bei einer Reihe von Bünden lassen sich doch gewisse Affinitäten zur extrem rechten Szene feststellen. Wenn Burschenschaften Rechtsextremisten zu Vorträgen einladen oder in einschlägigen Blättern Anzeigen schalten, lässt dies gegenseitige Sympathien durchaus erkennen − und ist der Reputation der rechtsextremen Szene in diesen Kreisen jedenfalls förderlich.”

      Und manchen aus dem H26 könnte man sicher eine Nähe zum Linksextremismus vorwerfen. Aber bei den Burschenschaften wird das immer gerne als Killer-Argument gebracht. Passt ja auch so gut ins Klischee, oder?

      Und bezeichnend, dass nun alle Kommentare gleich… ähm… freigeschaltet werden müssen. Meinungsfreiheit sieht anders aus. Ist es im Plenum auch so, dass nur die Mehrheitsmeinung vertreten werden darf?

      Pluralität ohne Meinungsfreiheit gibt es nicht. Denkt mal drüber nach. Und ein fauler Apfel lässt noch längst nicht den ganzen Korb faul sein.

      • Egal sagt:

        Du hast aber schon geblickt dass das die Seite von der Bundeszentrale für politische Bildung ist? Ist die auch ideologisch verblendet, oder was sollte die Motivation dieser sein Burschenschaften in ein schlechtes Licht zu rücken?

        Wo fängt bei dir eigentlich die Nähe zum Linksextremismus an?

        • IllEGAL sagt:

          Lange Haare… Scherz beiseite. Also nur weil etwas “Bund-” davor stehen hat, ist es jetzt eine seriöse Quelle? Nur weil ein paar Altvordere bei einer Burschenschaft waren, sind jetzt alle rechts eingestellt? Wertkonservativ = Rechtsradikal.

          Nach deiner Logik müsste ja jeder von Attac ein Linksextremist sein.

  18. Solidarische Kritik sagt:

    (auch die “Burschenschaft Thessalia zu Prag” ist im DB organisiert, einer Organisation mit mehr als zweifelhafter Vergangenheit deren Distanzierungen nicht stattfinden oder nur unzureichend ausfallen)
    —-
    Z.K.: (Die Zitate stammen aus :”disconnect! Reader zu studentischen Verbindungen in Münster” zu finden unter:
    http://www.astafh.de/wp-content/uploads/2007/11/disconnect.pdf)
    —-
    Die Burschenschaftlichen Blätter verkündeten zum Hitler Putsch im Jahre 1923:
    „Am 8. November des Jahres ist in München versucht worden, eine revolutionäre Regierung der deutschen Freiheit zu bilden, am 9. November sind in München an 20 deutsche Männer für Volk und Vaterland gefallen (…) die nationalsozialistische Arbeiterpartei, die Reichskriegsflagge und der Bund Oberland sind diese Verbände. Wir bekennen mit Stolz, daß auch in diesen Verbänden sich Burschenschafter befinden. Burschenschafter sind heute mit Zuchthaus bedroht, weil sie diesen Verbänden Treue auf dem Weg zur deutschen Freiheit halten.“
    Quelle: Burschenschaftliche Blätter, Jg 38/1923, S.1. Zitiert nach: Heither, Dietrich: Gegner der Weimarer Republik (Künftig zitiert:
    Heither: Gegner), in: Heither, Dietrich / Gehler, Michael u.a.: Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften,
    Frankfurt am Main 1997; S.80 (Künftig zitiert: Heither / Gehler u.a.: Blut).

    —-
    1920 wurde festgestellt, dass „die Deutsche Burschenschaft
    in der Judenfrage auf dem Rassestandpunkt stehe, d.h. der Überzeugung ist, daß die ererbten Rasseeigenschaften der Juden
    durch die Taufe nicht berührt werden“.
    Quelle: Scheuer, Oskar: Burschenschaft und Judenfrage. Der Rassenantisemitismus in der deutschen Studentenschaft, Berlin 1927; S.54.
    —-
    Beschluss aus der Amerikanischen Befreiungszone nach dem 2. Weltkrieg:
    „All National Socialist organisations in universities are abolished and will not be permitted to revived. The revival of other student
    organistaions (especially Verbindungen, Burschenschaften, Korporationen, and their Altherrenbuende) of nationalistic, reactionary or para-military character will not be permitted“
    Quelle: Germany 1947-1949. The Story in Documents, edited by the US-Department of State, Washington 1950;
    S.570f.
    —-
    Vaterland, Volk und Nation
    Wahlspruch der DB ist „Ehre, Freiheit, Vaterland!“.
    Was unter dem „Vaterland“ zu verstehen ist, macht sie in ihrer Satzung deutlich. Das Vaterland wird dabei seit dem Burschentag von 1971 „unabhängig von staatlichen Grenzen“ (Artikel 9) [vgl.: http://www.burschenschaft.de/ begriffen, was auch immer wieder in den Beschlüssen der DB bekräftigt wird. Es wird der „volkstumsbezogene[n] Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen“[vgl.: http://www.burschenschaft.de propagiert.
    Quelle: disconnect! Reader zu studentischen Verbindungen in Münster
    ——–
    Lesen, nachlesen und Denken bitte!
    Vielleicht hilft das dem/der einen oder anderen Radikal-Pluralisten/in auf die Sprünge!

    • nuit sagt:

      entschuldigung…es hat nur ein paar wörter drin, die das kommentar-system getriggert haben, dass man ihn nochmal durchlesen sollte :)

  19. Sven sagt:

    Merkt Ihr eigentlich noch wer die waren Faschisten sind?

    Statt sich inhaltlich mit den Positionen der Thessalen zu befassen wird aus der Zugehörigkeit zu einer Gruppierung ein Merkmal, das es erlaubt Menschen aus dem (hochschul-)politischen Diskurs auszuschließen.

    Wie wäre es, wenn Ihr an der Hochschule ein Schild aufhängt mit “Thessalen unerwünscht” oder “Kauft nicht bei Thessalen”? Vielleicht könntet Ihr auch gleich dazu übergehen Menschen, die nicht in Euer Weltbild passen, ins KZ zu stecken.

    Menschen wie Ihr waren vor 70 Jahren die KZ-Wärter!

    Ihr seid die Faschisten!

    WIDERLICH!

  20. Sven sagt:

    @Solidarische Kritik

    Sehen wir – wieder einmal – davon ab, dass das Zitieren von Sekundärquellen wissenschaftlichen Ansprüchen nicht ansatzweise genügt (vielleicht einmal damit befassen!), schon weil Verfälschungen – wie vorliegend – nicht ausgeschlossen werden.

    Schau Dir einmal die “Kooperationspartner” des Asta der Fachhochschule Münster an, den Du hier als Quelle angibst. Diese Kooperationspartner bestehen fast ausschließlich aus linksextremisten, verfassungsfeindlichen Gruppierungen, die zum großen Teil deshalb auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden und reichen bis in die militante linksextremistische Szene hinein.

    Verfassungsfeinde, die gegen Burschenschaften hetzen. Das sagt eigentlich alles. Auch über denjenigen, der solche Quellen heranzieht!

  21. stef sagt:

    Die gesamte Diskussion zeigt lediglich, dass es bei der gesamten Protestaktion und den meisten Besetzern in keinster Weise um Studiengebühren, sondern ausschließlich um die Verbreitung links-polulistischer Propaganda geht!

  22. Egal sagt:

    Naja, dann muß ich eben doch nochmal… :/

    Ich hab bis jetzt noch keine erschöpfende Antwort zu den Vorwürfen hier gelesen, stattdessen wird versucht jede Quelle die angegeben wird zu diskreditieren. Die Bundeszentrale für politische Bildung ist eine nachgeordnete Behörde des Innenministeriums, soviel zur Seriösität dieser!

    Machen wirs doch mal konkret! Die Thessalia befindet sich mit mehreren(!) dubiosen Burschenschaften in der BG. Danubia und Normannia zu Jena wurden ja schon oben erwähnt, dann kommt jetzt halt mal das Highlight. Die Wiener akademische Burschenschaft Olympia aus Wien hat derzeit den Vorsitz der BG inne und hier mal ein paar Ansichten von ihrer “Heimseite”:

    1. Die Menschen sind nicht gleich, außer im Bezug auf ihre Würde.
    2. Die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk wird nicht durch die Verleihung der Staatsbürgerschaft erworben oder verloren.
    3. Es stellt keine „Diskriminierung“ dar, wenn Ungleiches ungleich behandelt wird.
    4. Es ist in den meisten Bereichen (z.B. Intelligenz, Medizin, Sport, etc.) von Relevanz, von welcher biologischen Abstammung ein Mensch ist.
    5. Die Zuwanderung in dem Ausmaß der letzten Jahrzehnte stellt keine Bereicherung dar.
    6. Der „Import“ fremder Menschen löst das Finanzierungsproblem bei unseren Sozialnetzen (z.B. Pensionszahlungen, Krankenkassen) nicht.
    7. Es gibt keine Kollektivschuld und auch keine Kollektivscham.
    8. Die Geschichte des deutschen Volks- und Kulturkreises ist bedeutend länger als der Zeitraum 1933-1945 und sollte sich nicht gebetsmühlenartig nur um diese Zeitspanne drehen.
    9. Weder die BRD noch die Republik Österreich haben eine besondere historische Verantwortung der restlichen Menschheit oder eines bestimmten Volkes gegenüber.
    10. Meinungsfreiheit bedeutet, seine Meinung ohne Angst vor Verfolgung sagen zu können, auch wenn die Mehrheit diese nicht teilt oder sogar ablehnt.

    So so, biologische Abstammung als Garant für Intelligenz, keine Kollektivschuld, keine besondere Verantwortung gegenüber einem bestimmtem Volk (welchem denn nur? :) )…

    Wer sich mit solchen Leuten einlässt muß sich nicht wundern wenn Rückfragen kommen. Wenn diese Rückfragen dann mit Kampfbegriffen wie “linkspopulistische Propaganda” abgetan werden, hab zumindestens ich nen faden Beigeschmack!

Powered by Klostein Internetdienstleistungen