Feed auf
Postings
Kommentare

Solidaritätserklärung mit den Bayreuther Studentenprotesten

Die Burschenschaft Thessalia zu Prag erklärt sich solidarisch mit den Protesten von Bayreuther Studenten. Der Protest muss jedoch auf breite Beine gestellt werden und sollte verschiedene Richtungen aus der Studentenschaft integrieren.

Zu diesem Zwecke empfehlen wir den Initiatoren der Proteste in Bayreuth, folgende Forderungen zu berücksichtigen:

1. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Deshalb lehnt die
Burschenschaft Thessalia und mit ihr der Dachverband Deutsche Burschen-
schaft Studiengebühren im Erststudium und innerhalb der Regelstudienzeit
ab.

2. Das Leistungsprinzip muss Grundlage eines jeden Studiums bleiben. Forde-
rungen wie die nach genereller Ausweitung der Höchststudiendauer sollten
nicht Teil des Protests sein, da dieser sich so gegenüber unbeteiligten Kommi-
litonen selbst diskreditiert.

3. Die Gestaltung eines Auslandsaufenthalts während eines BA/MA-
Studiengangs muss erleichtert werden. Die Studien- bzw. Prüfungsordnungen
sollten spezielle ein- bis zweisemestrige Freistellungen vorsehen, die ein Aus-
landsstudium ohne Verlängerung der Gesamtstudienzeit ermöglichen.

4. Gemäß dem Humboldt’schen Bildungsideal befürworten wir eine ganzheitliche
Bildung junger Menschen in der Studienzeit. Ein Studium darf nicht nur Fakten
vermitteln, sondern muss wissenschaftliches Arbeiten lehren sowie zur Per-
sönlichkeitsbildung beitragen.

5. Die Möglichkeiten zur eigenen Wahl fachbezogener Veranstaltungen im Rah-
men des ECT-Systems sind auszubauen. Abzulehnen ist allerdings eine An-
rechnungsoption für den Besuch fachfremder Vorlesungen. Ein über den
selbst gewählten Studiengang hinausgehendes Studium generale muss eben-
so wie die abendliche Lektüre fachfremder Literatur Privatsache bleiben.

6. Im Sinne der Akademischen Freiheit verwahren wir uns einer weiteren Ver-
schulung der universitären Ausbildung. Einem angehenden Akademiker ist es
durchaus zuzutrauen, seine Arbeitszeit bei vorgegebenem Leistungsniveau
selbst einzuteilen. Deshalb lehnen wir Pflichtanwesenheit in größeren Veran-
staltungen wie Vorlesungen kategorisch ab.

7. Wir fordern einen massiven Ausbau des akademischen Mittelbaus, einschließ-
lich angemessener Bezahlung der dort Angestellten. Über den Wettbewerb mit
der freien Wirtschaft um hervorragende Studienabsolventen bei der Besetzung
von Stellen als wissenschaftliche Mitarbeiter muss stärker reflektiert werden.
Die hohe Zahl von Universitätsdozenten in prekären Beschäftigungsverhält-
nissen ist einer „Wissensgesellschaft“ unwürdig.

Die Burschenschaft Thessalia kritisiert die Verknüpfung hochschulpolitischer Forderungen mit gesamtgesellschaftlichen Problemstellungen. Ein pseudo-revolutionärer Habitus, der sich etwa durch Parolen wie „Bayreuth brennt!“ artikuliert, wird die Akzeptanz innerhalb der Bayreuther Studentenschaft nicht erhöhen. Gleichzeitig müssen sich die Teilnehmer des Protests darüber klar werden, ob sie eine Mehrheit gewinnen oder sich als Minderheit dem Verfall in die Bedeutungslosigkeit gegenübergestellt sehen wollen. Zur besseren Koordination des Hochschulprotests sollten die Initiatoren einen Organisationsleiter als zentralen Ansprechpartner ernennen, der dieVerantwortung für Planung und Durchführung von Protestaktionen trägt.
Um den Protest erfolgreich zu gestalten, muss die Arbeit durch Plakate, Flugblätter und Infostände in alle Fakultäten hinein getragen werden. Dies verspricht stärkere Breitenwirkung als die fragwürdige Besetzung eines Hörsaals.
Zur Erreichung der gemeinsamen Ziele ist eine Zusammenarbeit in hochschulpolitischen Belangen auch über ideologische Grenzen hinweg anzustreben.

Bayreuth, den 25. November 2009
Die Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth
www.thessalia.de

75 Kommentare auf “Stellungnahme der Burschenschaft Thessalia zu Prag”

  1. Schlechtweg-Jahn sagt:

    Sie widersprechen sich, wenn sie sich auf Humboldt berufen (wo ich ihnen zustimme), aber eine Verbindung zu allgemeinpolitischen Fragen und Problemen zurückweisen. Humboldts Bildungsbegriff ist hochpolitisch – ohne die Erfahrung der französichen Revolution ist der gar nicht denkbar, und hängt deshalb auch unmittelbar mit Humboldts Staatsauffassung zusammen. Bildung als eigenständiges System zu betrachten, das nur seinen eigenen Regeln gehorcht, ist ganz entschieden gegen Humboldt gewendet.

  2. Johannes Pfeil sagt:

    Das sind doch mal wirklich klasse Ansätze. Vor allem sehr konstruktiv gefasst.
    Finde es gut, dass endlich auch Gruppen sich solidarisieren, von denen man es normalerweise nicht erwarten würde. Weiter so! Haltet durch!

  3. Thessale sagt:

    Zweifelsohne wären die preußischen Reformen ohne den Einfluss der Französischen Revolution undenkbar gewesen. Kennzeichnend für Humboldts Auffassung war deshalb auch eine Ausweitung von Bildungsmöglichkeiten auf breitere Schichten des Volkes. In diese Tradition stellen wir uns ganz bewusst. Interesse der Studentenschaft an gesamtgesellschaftlichen Belangen ist wichtig. Aus pragmatischen Gründen, d.h. zur Durchsetzung der Ziele auf möglichst breiter Basis, ist deren Vermengung mit hochschulpolitischen Forderungen momentan aber nicht dienlich. Wichtig für die Protestbewegung ist die Bildung eines kleinsten gemeinsamen Nenners!

  4. nein sagt:

    Ohne eine inhaltlich differenzierte Auseinandersetzung vorzunehmen: Dies ist keine Solidaritätserklärung! Dies ist eine Werbeaufruf, einer ideologischen Vereinigung, deren tägliches Handeln in allen wesentlichen Punkten einer libertären, offenen und gerechten Gesellschaft widerspricht. Weg damit!

  5. Schlechtweg-Jahn sagt:

    Warum nicht zweigleisig verfahren – auf der einen Seite pragmatisch versuchen, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, auf der anderen aber, durchaus hochschulintern, eine Diskussion über den Bildungsbegriff und die Verzahnung von Bildung und allgemeiner Politik führen? Bislang scheint mir ihre Solidaritätserklärung von allem, was ich hier lese, die einzige zu sein, die sich zumindest ihrer Begrifflichkeit und Konzepte bewußt ist (auch wenn ich die nur bedingt teile).

    Aber ‘Bildung für alle’ zu fordern, wie es in dem Positionspapier des Streiks heißt, ohne einen Begriff von Bildung oder Politik zu haben, das wird sehr schnell im politischen Mainstream und hilflosen Appellen an ‘die da oben’ enden. Und für Bildung sind ja schließlich alle, irgendwie…

  6. deppen sagt:

    sehr schön…
    jetzt zeigen sich schon unsere rechts konservativen burschenschaften solidarisch…
    als nächstes die npd?
    weg mit dem scheiß macht unseren protest nur lächerlich…
    von rechts distanzieren…

    • anon sagt:

      Nur vorneweg: Ich bin kein Freund von Thessalia Prag

      Aber:
      Wir leben in einem Land, in dem die Meinungsfreiheit besteht.
      Und nur, weil jemand konservative Ansichten vertritt heißt das noch lange nicht, dass er nicht ebenfalls etwas zu sagen hat.

      Ich persönlich halte den Protest in dieser Form (Besetzung eines Hörsaals) nicht für sinnvoll, aber solche Kommentare wie die von dir sind einfach nur unqualifiziert und dumm.

      Toleranz fordern, aber dann aufregen, wenn jemand anderer Meinung ist.
      Unter aller Sau, solche Kommentare.

      Weder die Thessalia, noch die NPD sind verboten, von daher haben beide das Recht zu sagen, was sie denken und auch gehört zu werden. (Solange es nichts Verfassungswidriges ist)

      Freut euch lieber über die Unterstützung aus einem Lager, von dem IHR es nicht erwartet hättet.

  7. Nikolaus sagt:

    Nur zur Erinnerung hier ein Artikel von http://www.bildungsstreik2009.de
    ————–
    Eines sollte klar sein, Neofaschisten, Sexisten und reaktionären Kräften gilt es entschlossen entgegenzutreten. Sonst bleibt dies Bewegung nichts weiter als inhaltsloser Überaktionismus!

    Rot Front!

    ————-
    Folgende Erklärung wurde vom Plenum des Bundesweiten Bildungsstreiks 2009 in Berlin beschlossen.

    Das Projektbündnis Bildungsstreik 2009 lehnt jede Form von Sexismus, Nationalismus und Rassismus ab. Daraus folgt, daß Studentenverbindung jeder Couleur hier keinen Platz haben. Die Traditionen und Strukturen dienen der Reproduktion von Rassismus, Elitedenken, Diskriminierung und Sexismus. Ausdrückliches Ziel von Verbindungen ist die Schaffung und der Machterhalt gesellschaftlicher Eliten, so der ehemalige Innenminister der BRD Manfred Kanther: «Wir wollen auch weiterhin nationalgesinnte Menschen in alle führenden Berufe unserer Gesellschaft entsenden.» (Quelle: M. Kanther, 1990)

    Ausschluß und öffentliche, strukturelle Diskriminerung von Frauen ist fester Bestandteil ihrer Ideologie. Dies wird u.A. durch Äußerungen wie: «Unser Burschenbrauchtum ist immer auf eine männliche Gruppe abgestimmt. Die menschliche Weltordnung ist auf das männliche ausgerichtet.» (Burschenschaftliche Blätter 1980) und «Corpsstudenten sind Männer, eine Integration des weiblichen Geschlechts würde als Fremdkörper wirken, einem Freundschaftsbund hinderlich.» (Deutsche Corpszeitung, 1983) belegt.

    Zentraler Bestandteil des burschenschaftlichen Männlichkeitsideal ist Härte und Gewalt, sowohl gegen sich selbst, als auch gegen andere. Dies zeigt sich nicht nur in der Tradition Mensur, sondern beispielsweise auch im systematischen Einsatz von Alkohol zum Zwecke der Erziehung sowie in der hierarchischen Durchstrukturierung des ‘Hauses’.

    Hieraus folgt, daß Mitgliedschaft oder Identifizierung mit den Zielen studentischer Verbindungen im Widerspruch zu unserem emanzipatorischen Politikverständnis stehen.

  8. deppen sagt:

    hiermit werde ich meine unterstützung für die besetzter der uni bayreuth beenden…
    es kann nicht sein das auf der demonstration am 17. november es untersagt wird eine antifaschistische fahne zu präsentieren…
    und gleichzeitig wird nun auch die solidarität einer rechten burschenschaft gefeiert…
    die verantwortlichen der proteste und bestzung in bayreuth sollten sich mal überlegen aus welchen lager ihre unterstützer kommen…
    und sich klar gegen rechts positionieren…den auf solch eine unterstützung kann die studentenbewegung verzichten…

  9. nein sagt:

    Es ist (eingeschränkt) wahr, dass es Meinungsfreiheit gibt. Aber: eine Solidaritätserklärung ist kein einseitiger Akt (genau genommen ist die Erklärung sogar keine Solidaritätserklärung, sondern die Burschenschaft nutzt eure Plattform, um zu spalten und für eigene Positionen zu werben). Die Erklärung kann und muss in diesem Fall zurückgewiesen werden. Für eine BesetzerInnen-Gruppe, für jegliche Bewegung, die sich für libertäre und gerechte Verhältnisse einsetzt, ist es schlicht unmöglich Solidaritätserklärungen von Burschenschaften zu akzeptieren. Das Gesellschaftsmodell aller Burschenschaften (wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung) ist ein zutiefst antidemokratisches, autoritäres und unfreies Modell. An dieser Stelle ist die Glaubwürdigkeit einer BesetzerInnen-Gruppe weitaus wichtiger als die vage – und auch falsche – Hoffnung neue UnterstützerInnen für den Protest zu finden. Vielmehr sogar: Gruppen, die sich mit euch ernsthaft solidarisieren, könnten an euren Ansätzen zweifeln. Die einzige richtige Konsequenz wäre: die sofortige Löschung der Erklärung von der Homepage und ein kurzes Statement (Distanzierung).

  10. BWLer sagt:

    Ganz tolle Kommentare! Da bemühen sich Kommilitonen den Protest auf mehr als die üblichen 20 Leute in H26 auszudehnen und sofort kommen die Standardaussagen. Warum wundert ihr euch eigentlich noch über fehlende Unterstützung? Ich finde es gut, dass das Plenum den Mut hatte auf andere Meinungen einzugehen, nur so bekommen wir interessierte Studenten aller Richtungen zusammen. Wem Politik und Protest um des Protestes Willen wichtiger ist als Inhalte zur Verbesserung des Studiums, dem ist nicht zu helfen!

    P.S. @ Nikolaus: So tolle Beiträge wie “Rot Front” sind einer der Gründe, warum ihr in vielen Fakultäten keinen Fuß auf den Boden bekommt!

  11. der Herr Tom sagt:

    Kanther… ein guter Mann. Und zum Glück keine Buxe.

    Mit corpsstudentischem Gruße,

    der Herr Tom

  12. Thorsten sagt:

    Aha!
    Jetzt wird es also zum “Lagerkampf”.

    Kleiner Tipp: Sobald es nicht mehr um die Sache selbst geht, sondern im Vordergrund steht, welches politische Lager sich für Änderungen im Bildungssystem (am besten noch exklusiv) einsetzen darf, dann ist das absolut der Anfang vom Ende der “Studentenbewegung”.

    Eine “Studentenbewegung” ist (wäre) ein Massenphänomen …und die Masse der Studenten ist weder im linken noch im rechten Lager zu finden.

  13. Bayreuth brennt sagt:

    Jeder sollte die Gelegenheit haben, seine Meinungen und Ideen kund zu tun. So lange dies in einer sachlichen Art und Weise geschieht und keine verfassungsfeindliche Parolen enthält. Was dann jeder einzelne von dieser Meinung hält ist etwas anderes.

  14. Nikolaus sagt:

    Weitere inhaltliche Auseinandersetzungen mit den Burschis…

    http://www.astafh.de/wp-content/uploads/2007/11/disconnect.pdf

    http://jpberlin.de/antifa-pankow/antifa-tu/text/burschi_reader_antifa_tu.pdf

    @ andere Kommentare:
    Die Herangehensweise kann natürlich nicht die sein, sich einzig auf einen “Kampf der politischen Lager” einzuschießen! Aber es darf doch ebenso wenig sein, dass die Positionen absichtlich so formuliert werden dass sie durch alle politischen Lager vertreten werden können. So etwas wie Streiks sind doch niemals nur auf konkrete Forderungen ausgerichtet und hat auch niemals nur die Erfüllung oder eben Nicht-Erfüllung dieser zum Resultat. Aktion ist immer auch Mittel zur Agitation, ob zuvor so ausgerichtet oder im Verlauf erst dazu gebraucht ist dabei erst mal irrelevant. Wer von anderem ausgeht ist einfach naive! So gesehen muss definiert werden wo die Grenzen politischer Vertretbarkeit liegen und die sind doch wohl zumindest dort wo es ins rechte oder gar rechtsradikale Lager geht eindeutig zu setzten!

    Wer Aktionen durchführt und “objektive” Ziele verfolgt der/die muss sich doch auch über die politischen Folgen im Klaren sein oder zumindest versuchen diese zu erfassen! Alles andere ist reine Dummheit und birgt Gefahren die kaum zu unterschätzen sind mit sich!

  15. Markus Weiß sagt:

    Hier sieht man mal wieder, dass es einigen Studenten anscheinend nur um einen ideologischen Kampf geht und nicht um die Verbesserung unserer Studienbedingung. Ich stimme meinen Vorrednern zu, dass es absolut begrüßenswert ist, wenn der Protest auf breitere Beine gestellt wird. Eine Studentenverbindung bei der konstruktiven Arbeit auszugrenzen, nur weil sie nicht unbedingt dem gleichen Weltbild entspricht, ist feig und eine Unverschämtheit. Sie bemühen sich wenigstens mitzuwirken. Nicht wie andere Studenten, die zwar sagen, dass der Bildungsstreik rechtens ist, aber sich nicht beteiligen bzw. dessen Aktionen völlig ignorieren. Ich finde es gut auch einmal kritische Worte zu hören, auch gerne von einer Studentenverbindung bzw. Burschenschaft, solange sie der Sache dienlich sind. Und das sind sie zweifelsohne!
    Haltet durch im H26!

  16. Mike sagt:

    Also, es ist schon wieder mal beachtlich, mit welcher Borniertheit hier einige Studenten verfahren und ihrem Totalitarismus huldigen.

    Eine freiheitliche, eine offene Gesellschaft verdient einen Meinungsaustausch. Daß sich nun die Thessalen zu Wort melden ist doch für die versammelte und illegal protestierende Studentenschaft begrüßenswert.
    Wenn die postulierten Forderungen Gehör finden sollen, sollten diese auch von einer breiten Basis unterstützt werden.
    Die Partikularinteressen von berufsbetroffenen Universitätsbesetzern sind bestimmt nicht gleichbedeutend mit dem Meinungsbild der gesamten Studentenschaft.

    Ich lese hier Rot-Front, Antifa-Fahne etc… das sind doch die Feinde einer freiheitlichen Gesellschaft.
    Hier wird stigmatisiert, ausgegrenzt… alles Methoden, die hinlänglich bekannt sind und auf jeden Fall nicht zielführend sind.

    Thessalia in einem Satz mit der NPD zu nennen ist außerdem dermaßen dumm, daß es sich eines jeden Kommentars erübrigt.

    Nebenbei: was ist eigentlich dieses ominöse “rechts”?

    Beste Grüße

    PS: Die Vorurteile gegenüber Studentenverbindungen immerzu und im immer gleichen Jammerton zu wiederholen, lassen den Wahrheitsgehalt dieser diffamierenden und reißerischen Lügen gewiß nicht steigen.

  17. Bea sagt:

    liebe kommilitonInnen, zu einer empanzipatorischen gesellschaft gehört nun mal auch ein gewisser meinungspluralismus. niemand zwingt uns schließlich, mitglied in einer studentenverbindung zu werden. genauso wie die thessalen uns mit toleranz begegnet sind und sich im h26 unsere forderungen angehört haben, müssen auch wir ihnen gegenübertreten. die erklärung der burschenschaft thessalia ist nicht mehr eigenwerbung als die solidarisierungen der der jusos hochschulgruppe oder der grünen jugend oberfranken. jedenfalls enthält die erklärung zahlreiche thesen, die einer diskussion durchaus wüdrig wären. jene, die jetzt gegen die burschenschaft wettern, waren auch offensichtlich am dienstagabend nicht im plenum vertreten. dort war man nämlich einhellig, das heißt ohne eine gegenstimme, der meinung, dass die burschenschaftler an unserem protest selbstverständlich teilnehmen dürfen.

    • Mike sagt:

      Sehr richtiger und für den Meinungsaustausch wichtiger Beitrag.
      Diskussionen ohne Anfeindungen zu führen sollte einem jeden, der von sich behauptet erwachsen zu sein, möglich sein.

      PS: Es heißt aber immer noch Burschenschafter! Da ist kein “L” im Wort.

    • Thessale 2 sagt:

      [dem ist nichts hinzuzufügen]

  18. Hans-Peter sagt:

    (auch die “Burschenschaft Thessalia zu Prag” ist im DB organisiert, einer organisation mit mehr als zweifelhafter Vergangenheit deren Distanzierungen nicht stattfinden oder nur unzureichend ausfallen)
    —-
    Z.K.: (Die Zitate stammen aus :”disconnect! Reader zu studentischen Verbindungen in Münster” zu finden unter:
    http://www.astafh.de/wp-content/uploads/2007/11/disconnect.pdf)
    —-
    Die Burschenschaftlichen Blätter verkündeten zum Hitler Putsch im Jahre 1923:
    „Am 8. November des Jahres ist in München versucht worden, eine revolutionäre Regierung der deutschen Freiheit zu bilden, am 9. November sind in München an 20 deutsche Männer für Volk und Vaterland gefallen (…) die nationalsozialistische Arbeiterpartei, die Reichskriegsflagge und der Bund Oberland sind diese Verbände. Wir bekennen mit Stolz, daß auch in diesen Verbänden sich Burschenschafter befinden. Burschenschafter sind heute mit Zuchthaus bedroht, weil sie diesen Verbänden Treue auf dem Weg zur deutschen Freiheit halten.“
    Quelle: Burschenschaftliche Blätter, Jg 38/1923, S.1. Zitiert nach: Heither, Dietrich: Gegner der Weimarer Republik (Künftig zitiert:
    Heither: Gegner), in: Heither, Dietrich / Gehler, Michael u.a.: Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften,
    Frankfurt am Main 1997; S.80 (Künftig zitiert: Heither / Gehler u.a.: Blut).

    —-
    1920 wurde festgestellt, dass „die Deutsche Burschenschaft
    in der Judenfrage auf dem Rassestandpunkt stehe, d.h. der Überzeugung ist, daß die ererbten Rasseeigenschaften der Juden
    durch die Taufe nicht berührt werden“.
    Quelle: Scheuer, Oskar: Burschenschaft und Judenfrage. Der Rassenantisemitismus in der deutschen Studentenschaft, Berlin 1927; S.54.
    —-
    Beschluss aus der Amerikanischen Befreiungszone nach dem 2. Weltkrieg:
    „All National Socialist organisations in universities are abolished and will not be permitted to revived. The revival of other student
    organistaions (especially Verbindungen, Burschenschaften, Korporationen, and their Altherrenbuende) of nationalistic, reactionary or para-military character will not be permitted“
    Quelle: Germany 1947-1949. The Story in Documents, edited by the US-Department of State, Washington 1950;
    S.570f.
    —-
    Vaterland, Volk und Nation
    Wahlspruch der DB ist „Ehre, Freiheit, Vaterland!“.
    Was unter dem „Vaterland“ zu verstehen ist, macht sie in ihrer Satzung deutlich. Das Vaterland wird dabei seit dem Burschentag von 1971 „unabhängig von staatlichen Grenzen“ (Artikel 9) [vgl.: http://www.burschenschaft.de/ begriffen, was auch immer wieder in den Beschlüssen der DB bekräftigt wird. Es wird der „volkstumsbezogene[n] Vaterlandsbegriff ohne Rücksicht auf staatliche Gebilde und deren Grenzen“[vgl.: http://www.burschenschaft.de propagiert.
    Quelle: disconnect! Reader zu studentischen Verbindungen in Münster
    ——–
    Lesen, nachlesen und Denken bitte!
    Vielleicht hilft das dem/der einen oder anderen Radikal-Pluralisten/in auf die Sprünge!

    P.S.: @ Bayreuth brennt: Warum wird denn plötzlich zensiert?

    • > P.S.: @ Bayreuth brennt: Warum wird denn plötzlich zensiert?
      Das war keine Zensur, sondern der Spamfilter. Alle 3 Kommentare wollten moderiert werden…

    • Sven sagt:

      Was soll denn diese hasserfüllte Hetze?

      Und nebenbei: Es wird wissenschaftlichen Standards nicht ansatzweise gerecht, wenn jemand lediglich Sekundärliteratur heranzieht.

      Aber um Bildung geht es ja offensichtlich einigen hier nicht. Denen geht es um Klassenkampf! ZUM KOTZEN!

  19. Ann sagt:

    Auch ich würde mit solchen Kommentaren vorsichitig sein und sie als unqualifiziert abtun. Auf der einen Seite wollt ihr Meinungsfreiheit und versucht Ansätze mit Mitteln zu ändern, die ein Großteil der Studentenschaft nicht nur nicht gutheißt, sondern teilweise darunter zu leiden hat. Wenn euch jedoch dann jemand unterstützt in eurem Handeln, seid ihr unzufrieden, weil ihr deren konservative Einstellung nicht teilt? Wie bereits erwähnt wurde, ist nichts davon verboten und ihr seid nicht verpflichtet eure Sichtweisen denen der Thessalia anzupassen. Aber ihre so konkret angebotene Unterstützung abzutun mit dem Kommentar, dass sie aus einem anderen Lager kommt, ist nicht nur nicht ernst zu nehmen, sondern geradezu naiv. Unabhängig der Intentionen sollten die Besetzer des Hörsaals also dankbar sein für jede Unterstützung, zu der sie selbst ja aufgerufen haben!?

  20. nein sagt:

    Das Problem ist: “Es geht um die Sache selbst”. In allen Forderungen, Resolutionen, Fragekatalogen etc. die von BesetzerInnen-Gruppen deutschlandweit und weltweit herausgegeben wurden, spielen Stichworte wie studentische Selbst- / Mitbestimmung oder Autonomie ebenso eine zentrale Rolle wie die Ideen, welche dahinter stehen: Klare Absage an Diskriminierung jeglicher Form, Bildung als universalistisches Menschenrecht usw. Weitergehend muss darauf hier nicht eingegangen werden. Eine Unterscheidung von “Studierendenprotesten” und “großen Ideen” kann unter verschiedenen Gesichtspunkten diskutiert werden. Das stimmt und sollte auch geschehen.

    Was nicht diskutiert werden darf ist, dass Gruppierungen, die offen und seit Jahren/Jahrzehnten für einen falschen Status Quo eintreten, die eine ignorante, frauenfeindliche, nationalistische, autoritäre und dumme Gesinnung haben, einfach schlicht keinen Platz innerhalb der Studierendenproteste finden dürfen. Es wundert mich, dass darüber gelacht/gestritten/kritisiert wird, wenn SPD, Grüne, Hochschulrektoren usw. sich mit Studierenden solidarisieren (siehe die Podiumsdiskussion, da wurde dies ja deutlich kritisiert), es aber keine Diskussion darüber gibt, wenn sich Burschenschaften solidarisieren: mit der Begründung das sind ja auch Studierende. Dies ist argumentativ lächerlich. Es gibt nun einmal Gruppen, die nicht in ein solches Bündnis gehören.

    Aber – und darauf sollte sich konzentriert werden – es gibt vielmehr (!) gesellschaftliche Gruppen, die dazu gehören, die angesprochen werden müssen, die eben keine Studierenden sind. Ich vertrete ganz nachdrücklich, dass die Proteste weite Teile der Studierendenschaft und der Bevölkerung erreichen müssen. Was aber hier passiert, ist das was momentan an einigen Universitäten passiert. Rechte Studierende versuchen den Protest zu spalten. Sie reden angeblich vernünftig, schreiben als hätten sie selbst 250 Jahre Aufklärung organisiert und verschweigen dabei, um was es ihnen wirklich geht: Sie wollen den Protest nicht auf ein breiteres Fundament stellen, sondern spalten. Alles was sich in den Besetzungen herausgebildet hat: unterschiedliche Menschen diskutieren miteinander, gehen aufeinander zu, versuchen sich “neu”, “anders” zu organisieren, lehnen Burschenschaften ab.

    Besetzungen etc. sind emanzipatorische Bewegungen. Burschenschaften dagegen exkludierende Vereinigunen mit starren, verkrusteten Verhältnissen. Macht euch frei von solchen “Freunden”.

    Ein Freund, der viele von euch während des letzten Wochenendes zu schätzen gelernt hat!

    • Mike sagt:

      Dann ist ja gut, daß Du Schmalspurdemokrat nicht entscheiden darf, wer mitmischen darf und wer nicht.

      • BWLer sagt:

        Trotzdem sollte er seine Meinung hier vertreten können ohne sich rechtfertigen zu müssen.

        • nein sagt:

          @Mike: Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass Burschenschaften bzw. (auf der Metaebene) unterschiedliche oder sogar vollkommen gegensätzliche Standpunkte in einer Gesellschaft keinen Platz finden dürfen. Das würde ich nicht so sehen. Der “alte” Spruch gilt immer noch: Freiheit ist immer die Freiheit des/der anders Denkenden.

          Ich habe dies auf emanzipatorische Bewegungen bezogen. Und ja: Für mich sind die Studierendenproteste emanzipatorische Bewegungen. Was Burschenschaften und ihre Mitglieder tun, lehne ich ab. Ich finde, dass viele ihrer “Grundannahmen” gegen die Idee der Studierendenproteste stehen. Punkt.

          In einer Gesellschaft gehört Pluralität dazu. Ich trage aber meinen Teil (argumentativ, nicht gewalttätig) dazu bei, dass junge Menschen sich Burschenschaften nicht anschließen. Das ist weder undemokratisch noch sonst was. Ich habe an diesem Punkt eine Haltung. Ich möchte Burschenschaften nicht aus einer Gesellschaft entfernen. Das wäre nichts als Blödsinn, Dummheit, Ignoranz meinerseits. (übrigens ganz im Gegensatz zu einigen Burschenschaften, die eben immer noch klar menschenfeindliche Positionen vertreten und zum Beispiel Menschen wie mich am liebsten aus einer Gemeinschaft enfernen würden).

          Ich diskutiere und versuche zu überzeugen.

          • anon sagt:

            War ja klar…
            Kaum erwähnt jemand irgendetwas das auch nur entfernt mit Studentnverbindungen zu tun hat wird der Inhalt überflüssig und es geht nur noch um pro und contra Corporationen.
            Jeder hat das Recht für oder gegen die Demonstrationen zu sein.
            Ihr könnt nicht einfach, nur weil euch irgendwelche Einstellungen nicht passen den Leuten das Recht absprechen für euren Protest zu sein.
            Und die Frage ob und wie die Bildung gestaltet werden soll ist ja wohl unabhängig von sonstigen Einstellungen.

            Es geht ja bei den Demonstrationen nicht darum irgendeine politische Ideologie durch zu setzen.
            Oder hab ich euch da falsch verstanden?
            Wenn ja, dann wäre das nur noch ein Grund mehr euch nicht zu unterstützen.

            Solche Einstellungen machen mich krank.
            Toleranz sieht anders aus…

            Wenn ihr tatsächlich für die ganze Studentenschaft sprechen wollt, dann macht euch lieber ganz schnell frei von solchen Überlegungen.

          • Mike sagt:

            Das Interessante an Personen wie Dir ist aber, daß Demonstrationen mit faschistoiden und gewaltbereiten Linksextremisten wie der Antifa geduldet werden.

    • anon sagt:

      Woher zur Hölle weißt du, dass Thessalia den Protest spalten will. Hast du sie gefragt? Haben sie das öffentlich bestätigt?

      Oder pflegst du hier nur Vorurteile, die du dir – aus welchen Gründen auch immer – gebildet hast?

  21. anon sagt:

    @Mike:
    Recht hast du!

    Was man hier sieht ist ein wundervolles Beispiel für Meinungsfaschismus.

  22. horst sagt:

    Hallo ihr da,

    überlegt euch bitte nochmal ob ihr wirklich Werbung für diese Burschenschaft machen wollt. Ich meine, es gibt durchaus Unterschiede zwischen Burschis die einfach nur Saufen, ein bisschen Sexismus und Macker spielen und Burschis die eine rechtsextreme Grundeinstellung haben, bzw. Menschen mit rechtsextremen Gedankengut aufnehmen. Ich bin zwar der Meinung das beide Kategorien Deppen sind, zumindest Zweitere sollten aber unter allen Umständen nicht von uns, wenn auch nur passiv durch posten einer Stellungnahme/Solierklärung(von wegen), unterstützt werden. Zur Erinnerung, die Thessalia ist Mitglied in der DB, wer ein wenig danach googelt kann herausfinden wo deren Gedankengut zu verankern ist, außerdem Zitiere ich mal kurz deinen Abschnitt der BPB:
    “Von rechtsextremer Seite aus gesehen, haben Auftritte bei burschenschaftlichen Abenden eine wichtige Funktion, da sie “als Band zwischen Burschenschaften einerseits und nationaler Opposition andererseits” dienen könnten, führt das nordrhein-westfälische Innenministerium den ehemaligen NPD-Chefideologen Jürgen Schwab an. Schwab (Ex-Mitglied der “Akademischen Burschenschaft Thessalia zu Prag”, Bayreuth sowie der “Akademischen Burschenschaft Germania”, Graz) hält eine engere Zusammenarbeit mit den Verbindungen für sinnvoll: “So sind in nahezu allen DB-Verbindungen Verbandsbrüder anzutreffen, die in irgendeiner Form national oppositionell sind. Der Verfasser zählt sich auch zu diesem nicht kleinen Personenkreis.” (Jürgen Schwab, zitiert nach NRW-Innenministerium, Die Neue Rechte in Deutschland). ”
    http://www.bpb.de/themen/TGE8K9,1,0,Ehre_Freiheit_Vaterland!.html
    Einen durchaus lesenswerten Artikel zur Thematik findet ihr auch beim Arbeitskreis Ohm gegen Rechts, einem AK der GSO FH Nürnberg: http://akogr.wordpress.com/burschenschaften/
    Bitte, lasst diese Scheiße wieder verschwinden, hat nirgendswo was zu suchen.
    Mit solidarischen grüßen an alle Vernünftigen Leute bei euch,
    Horst aus der besetzen GSO Nürnberg

    • anon sagt:

      Mal ganz davon abgesehen, dass in dem Artikel, den du als zweites angegeben hast eine ganze Menge Müll drinsteht und nur bestätigt, dass es keiner der Verfasser für nötig befunden hat sich mit Verbindungen an sich auseinander zu setzen, ist es nicht gerade tolerant sich so zu verhalten wie du es hier tust.

      Es geht doch hier nicht um Werbung für eine Burschenschaft.

      Falls du es vergessen hast:
      Es geht hier um Proteste gegen ein marodes Bildungssystem.

      Wenn ihr die Solidaritätserklärung hier löscht und euch distanziert, dann löscht aber auch bitte alles, was mit Antifa, etc. zu tun hat.

      Die legen nämlich ein mindestens genauso großes Antidemokratisches, antifreiheitliches Gedankengut an den Tag.

      Ich kanns nur immer wieder wiederholen:
      Übt euch in Toleranz. Toleranz bedeutet andere so leben und denken zu lassen wie sie wollen. Und solange diese anderen nicht vom Staat verboten sind, dürfen sie auch weiterhin sagen und denken, was sie wollen.
      Aber in Sachen Toleranz haben einige hier anscheinend einiges an Nachholbedarf.

  23. nein sagt:

    Ich spreche weder für die Bayreuther BesetzerInnen-Gruppe, noch für eine ganze Studierendenschaft noch für sonst wen. Das ist meine eigene Haltung zu dem Thema und sicherlich nicht mit der Haltung der BesetzerInnen zu verwechseln. Dies scheint hier wichtig zu betonen.

  24. Jan sagt:

    Liebe Leute,

    ich habe gerade mal auf der Seite unser Prager Freunde nachgeschaut und Folgendes gefunden:
    “… ist es selbstverständlich, daß nur Thessale werden kann, wer deutscher Abstammung ist, egal welchen Paß er trägt.”

    Das verurteile ich und möchte mich daher dafür aussprechen die “Solidaritätserklärung” von der Seite zu löschen.

    • Mike sagt:

      Wo ist denn bitte das Problem zu sagen:
      wir nehmen nur Deutsche auf.

      Diejenigen, die anderen vorschreiben wollen, was sie zu tun und zu lassen haben, sind doch freiheitsfeindlich. Thessalia bewegt sich damit im Rahmen der durch das Grundgsetz (!) garantierten Freiheitsrechte. Daß man das nicht gut finden muß – in Ordnung.
      Aber daraus den Schluß zu ziehen, daß es sich um Nazis o.ä. handelt ist doch lächerlich. Burschenschaften sind halt im Korporationswesen so etwas wie die Heimatvereine, so wie Corps zB mehr kleine Rotary-Clubs sein wollen und CV-Clubs halt katholische Interessenvereine sind.

      Aber ich brauche ja keinem Linken hier was von Heimat oder Volk zu erzählen, da dies ja Kampfbegriffe der extremen Rechten sind.
      Traurig Deutschlands Zukunft.
      Ich denke mal, daß jeder vermeintlich “Rechter” bereit ist mit Euch zu diskutieren, auch wenn er wie jeder vernünftige Mensch linkes Gedankengut ablehnt – aber die Freiheit der Rede gilt.
      Diese Fähigkeit der Sachlichkeit spreche ich einigen hier Mitschreibenden definitiv ab.

  25. anon sagt:

    Gehts noch?
    Es gibt mehr als genug Gruppierungen und Vereine, die nur bestimmte Personen als Mitglieder aufnehmen.

    Es ist doch sch***egal, ob das jetzt
    nur Frauen
    nur Studenten
    nur Männer
    nur Leute die bei der Bundeswehr waren

    oder eben

    nur wer einen deutschen Paß hat
    ist.

    Also echt, man kanns auch übertreiben.

    • nein sagt:

      Lieber Anon, ich wollte mich eigentlich zurückziehen, doch deine Ignoranz ist leider nicht auszuhalten.

      Für alle Unentschlossenen:

      http://thessalia.de/wir_fordern.html

      Sagt alles, beinhaltet alles. Ärgere mich gerade, dass ich mir die Mühe gegeben habe zu argumentieren. Ein Klick auf ihre Mitgliedsanforderungen hätte wohl gereicht. Danke an Jan für den Hinweis!

  26. Jan sagt:

    Lieber Anon,

    lies doch meinen Kommentar nochmal, dann würdest du feststellen, dass es eben nicht um den deutschen Paß geht, wobei das schon zu verurteilen wäre, sondern um die “deutsche Abstammung”. Und das ist nicht nur nicht rational, sondern widerspricht Werten die fundamental für mich sind und daher habe ich mich für die Löschung ausgesprochen.

  27. Bene sagt:

    “Aus dieser burschenschaftlichen Tradition heraus ist es selbstverständlich, daß nur Thessale werden kann, wer deutscher Abstammung ist, egal welchen Paß er trägt.”
    http://www.thessalia.de/wir_fordern.html
    Muss man den ach so aufgeklärten Studierenden wirklich erklären, dass damit “Volksdeutsche” gemeint sind? Ihr Dachverband, die Burschenschaftliche Gemeinschaft, erkennt weder die Trennung von Österreich und Deutschland in zwei souveräne Staaten, noch die Oder-Neiße-Linie an. “Grundlegend für die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist dabei, daß keine freiwillige Abtretung der Ostgebiete stattgefunden hat und somit eine einseitige Verletzung des Völkerrechts vorliegt.” http://www.burschenschaftliche-gemeinschaft.de/index.php?id=690

    Selbst die SPD, hält eine Mitgliedschaft bei ihnen mit der in einer BG-Burschenschaft unvereinbar. Sogar aus RCDS-Reihen wird der Verband kritisiert. Sind das auch alles Linksextremisten?

    Das sind keine “harmlosen” Burschis, die gerne unter sich bleiben und bei Laune ein bisschen fechten und trinken. Selbstverständlich sehen die sich selbst nur als “konservativ”. Nationalistisch und revisionistisch klingt ja auch blöd. Denkt doch wenigstens 5 Minuten nach, bevor ihr hier komplett unreflektiert ein Forum für die Thessalia bildet.
    Und falls das das Problem sein soll: ja, ihr könnt euch eure Bündnispartner aussuchen. Allein die Zahl der Kommentare hier fordert ja schon eine Stellungnahme von den Besetzern zu der Sache.

    • BWLer sagt:

      Ganz großes Kino was du hier bietest. Setz doch bitte das ganze Zitat rein und vertrau nicht darauf, dass niemand selbst nachliest. Wo siehst du hier den Geschichts- und/oder Grenzrevanchismus?

      Grundlegend für die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist dabei, daß keine freiwillige Abtretung der Ostgebiete stattgefunden hat und somit eine einseitige Verletzung des Völkerrechts vorliegt. Dennoch respektiert die BG die durch den sogenannten 2+4-Vertrag garantierten Grenzen, wenngleich sich ihrer Ansicht nach ein friedliches Zusammenwachsen der europäischen Völker auf gleicher Augenhöhe im Rahmen der Europäischen Union ohne Beseitigung der Benes-Dekrete nicht entwickeln kann.
      http://www.burschenschaftliche-gemeinschaft.de/index.php?id=690

      • Bene sagt:

        Zur Erinnerung: Das Deutsche Reich hat vorher zwei Weltkriege angefangen. Über 60 Jahre nachdem sie den letzten – zum Glück – verloren haben, den Gebietsverlusten nach zu trauern, ist sowas von ewiggestrig und eigentlich war man ja der Meinung, dass das auch schon tausendmal diskutiert worden wäre, mit dem Ergebnis: Es gibt da kein zurück und das ist nur gut so.
        Der Revanchismus liegt darin, dass sie erwarten, dass jeder Deutschland etwas schuldig wäre (wenn, dann ist das Gegenteil der Fall) da es sonst kein “friedliches Zusammenwachsen” geben könnte. Mal abgesehen davon, dass ihr Begriff von “Volk” sich kräftig bei der Blut- und Bodenideologie bedient (auch das ist eine Sache, die zigmal diskutiert wurde mit dem Ergebnis, dass Nationalität in Deutschland heute eben – zumindest zum Teil – nicht mehr von irgendwelchen Geburts- oder Rassezugehörigkeiten bestimmt wird. Und das ist doch zumindest ein kleiner Fortschritt.)

        • Bayreuth brennt sagt:

          Bitte nicht vergessen, es soll hier nicht um die Burschenschaft Thesalia gehen sonder um die Verbesserung der Bildungsbedingungen.
          Daher bitte keine weiteren Beiträge mehr hierzu, sonst sehe ich mich dazu gezwungen, Beiträge zu löschen.
          Danke

          • Bene sagt:

            Ein letzter, wenn Bayreuth brennt schon mit liest: Kann ich eure Einstellung dazu mit “Gegenüber dem Ewiggestrigen indifferent sein ist in Ordnung, solange die sich das Ziel, die Bildungsbedingungen zu verbessern, auf die Fahnen geschrieben haben” zusammen fassen? Oder wie anders, wenn dem nicht so sein sollte?

          • Bayreuth brennt sagt:

            Hallo Bene,
            wir werden bald eine abgestimmte Stellungnahme veröffentlichen.
            Ich bitte euch bis dahin zu gedulden und den Ball flach zu halten.

            mfg
            Philipp

  28. anon sagt:

    Sorry, das mit dem Pass hab ich falsch gelesen und entsprechend geschrieben, das ändert aber nichts daran, dass jeder für seine Gruppierung Aufnahmekriterien seiner Wahl aufstellen kann.
    Wenn Thessalia die Kriterien einfach anwenden würde ohne sie explizit hin zu schreiben würde sich keiner Aufregen.
    Ich finde es aber sogar ziemlich mutig diese Kriterien offen zu zu geben, obwohl es allgemein bekannt ist, dass das auf Widerspruch stoßen muss.

    Ich kann es nur immer wieder wiederholen (langsam bin ich es leid das immer wieder zu schreiben):
    Lasst die Leute leben, wie sie wollen, sie lassen euch ja auch leben wie ihr wollt.
    Und solange sich keiner beschwert, dass er unbedingt da mitmachen will und nicht aufgenommen wurde, weil seine Oma aus irgendeinem anderen Land kommt (nur ein Beispiel), sehe ich keinen Grund irgendetwas da gegen zu haben.
    Wenn Thessalia vom Staat verboten würde, weil sie gegen Gesetze verstößt wäre das natürlich etwas anderes, aber solange alles im Rahmen des Gesetzes bleibt solltet auch ihr Toleranz üben.

    Wie oben bereits gesagt:
    Wenn man sich von (zugegebenermaßen sehr) konservativen Kräften distanziert, dann muss man sich gleichzeitig auch von entsprechend linken Kräften distanzieren, denn beide Arten von “Extremismus” sind gleichermaßen fragwürdig.
    Aber darüber redet mal wieder keiner.

    Von den Werten mag jeder persönlich halten, was er will. Verurteilen oder Zustimmen, aber trotzdem sollte man entsprechend tolerant sein darüber hinweg zu sehen und zu erkennen, dass man vielleicht auch gemeinsame Ziele hat über alle ideologischen Gräben hinweg.

    Und so wie sich die Sache mir darstellt, sind hier eindeutig gemeinsame Ziele vorhanden. Nämlich der Wunsch nach einer Veränderung im Bildungssystem. Und so wie’s aussieht sind auch die Vorstellungen von diesen Veränderungen nicht all zu unterschiedlich.

    Oh Mann, ist schon echt seltsam, dass ich hier anfange Thessalia Prag zu verteidigen, aber hier geht’s ums Prinzip.
    Toleranz muss man auch denen gegenüber erbringen, die vielleicht nicht seiner Meinung sind. Sonst wäre es ja auch einfach und man müsste es nicht immer fordern.

  29. ??? sagt:

    Geht´s noch?

    Dass die Mitglieder der Thessalia keine Neoliberalen sind ist wohl auch jedem klar. Aber manche “Bildungsstreiter” wenden hier Methoden gegenüber anderen, welche nicht in ihr (linkes) Politikbild passen, die wohl eher ins Dritte Reich gehören!

    Demokratie lebt von der Vielfalt!!! Merkt euch das!!!

  30. S. sagt:

    Indem man auf der Bayreuther Demo das Mitführen einer Antifa-Fahne verboten hat, fand doch schon eine Abgrenzung in Richtung links statt. Wo ist dann das Problem, sich auch zum rechten Spektrum (dem die Thessalia zweifelsfrei angehört) abzugrenzen? Wer A sagt, muss auch B sagen.

    Und das hat nichts mit Demokratie, Vielfalt, Grundgesetz oder sonst was zu tun, die Fahne der Antifaschistischen Aktion ist schließlich auch nicht verboten.

  31. Bayreuth brennt sagt:

    Nur als Hinweis. Die Besetzung des Hörsaals hat nicht direkt etwas mit der Demonstration zu tun. Es sind nicht die gleichen “Organisatoren” und damit hinkt der Vergleich. Wir wollen weder eine Antifa-Fahne noch eine NPD-Fahne im Hörsaal haben, sondern nur Leute die sich aus ihrem freien Willen konstruktiv, im Rahmen der Verfassung, engagieren wollen, egal welcher Organisation,etc. sie angehören.

    • BWLer sagt:

      Sehr lobenswerte Einstellung. Erlangen macht es auch so, da läuft es entsprechend auch. Nürnberg fährt die Fundamentalschiene, wie sie auch hier einige fordern, und es gibt nur Ärger zwischen den Studenten.

  32. Christof sagt:

    @ Herr Tom

    Jeder, der kein Profil hat, nimmt jeden. Im übrigen ein sehr zielführender Beitrag in dieser Diskussion. Inhaltlich seid Ihr wohl genauso flach wie bunt.

    • Thorsten sagt:

      Also halten wir mal fest:
      Wer jeden aufnimmt hat kein Profil.
      Wer Leute ausgrenzt (wie die Thessalen), der hat zwar Profil …aber dann ist es dir auch nicht so recht…

  33. Jim Beam sagt:

    Die Thessalen ham ja so recht….ihr Besetzer seid so doof…das wird nur nix, weil ihr die Bewegung “Bayreuth brennt” genannt habt. Die Thessalen die alten Marketinger^^…sind jetzt übrigens auch die Musterrevoluzzer!!…und vor allem gut, dass die Thessalen auch ganz genau wissen wie sich die Bayreuther Studentenschaft verhalten wird….ich hab auch den Eindruck die kennen mich genau^^….die Solidarisierung hättet ihr euch lieber sparen sollen…genauso wie das pseudointellektuelle Geschwätz…nur um das Wort pseudo nochmal aufzugreifen

  34. sers sagt:

    achja @thessalia eure schöne schwarz weiß rote fahne die vor einiger zeit abhanden kam, hat gut gebrannt.( hab ich gehört!!!)

    • Geile Aktion sagt:

      Geile Aktion hätte gerne die Gesichter der “feinen Burschen” gesehen als sie das Aschehäufchen, dass mal ihre Fahne war, entdeckten!!!

      Die Fahne hängt doch genau vorm Fenster ham die nix bemerkt als ihr die Fahne gerippt habt?

      • Flo sagt:

        „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.” Zitat Heinrich Heine.

        Glaubt ihr ernsthaft Fahnen vebrennen ist viel besser? Ihr könnt ablehnen was ihr wollt, aber sobald ihr die Freiheit eines anderen beschränkt seid ihr keine Demokraten mehr. Und jeder hat das recht eine Fahne einer erlaubten Organisation auf zu hängen.

        TYpisches Beispiel das sich Links und Rechtsextreme mal wieder sehr ähnlich sind.

        • Bayreuth brennt sagt:

          Diese Beiträge haben hier nichts verloren, da wir aber nicht anfangen wollen die Kommentare zu zensieren, bitte ich einfach sich seinen Teil zu denken und nicht mehr hier zu antworten.
          @sers und geile Aktion, Beiträge dieser Art sind hier nicht erwünscht.
          Ich appelliere an euch, euch zusammen zu reisen, so dass es nicht nötig sein wird mit dem Löschen einzelner Einträge anzufangen!
          Danke

    • Sven sagt:

      Nicht nur die Fahne der Thessalen wurde verbrannt. Auch ihr Haus ist schon beschädigt worden, ihr Mitglieder wurden angepöbelt, z.T auch geschlagen.

      Leute wie Du wären vor 70 Jahren KZ-Wärter gewesen.

  35. Ann sagt:

    @nein
    Also halten wir fest, dass es um die Verbesserung der Studiumsbedingungen geht, wie du so schön sagtest, und halten wir fest (für alle, die dies vergessen haben sollten), dass wir in einer anerkannten Demokratie leben. Erstens dürfen daher alle ihre Meinung dazu kundtun und zweitens hat wie bereits erwähnt die persönliche Einstellung nichts mit den Studiumsbedingungen bzw mit Unterstützung zu tun. Es geht hier um zwei grundlegend unterschiedliche Dinge, die eben doch getrennt behandelt werden müssen. Unabhängig von ihrer Einstellung teilen sie zum Teil eure Ansichten, und das ist alles, was soweit interessieren dürfte. Und nur nebenbei würde ich mir ein klareres Bild verschaffen, bevor ich eine solch vorgefertigte Meinung kundgebe. Nur so viel zu frauenfeindlich und dem Rest, was ich nicht bestätigen kann…
    Außerdem solltet ihr nicht vergessen, dass es hier um Studierende geht. Studentische Verbindungen ihrer Meinungsfreiheit (die euch hier theoretisch ja zu gute kommt) zu berauben und sie sogar auszugrenzen, weil du nicht mit allem übereinstimmst, klingt erstens nicht sehr nach Demokratie und zweitens geht es nicht mehr um die Studenten, sondern um Politik.
    Desweiteren braucht man hier zu Toleranz wohl nicht mehr viel zu sagen…
    Nur eins noch: momentan erscheint es mir seltsam, dass die bösen Burschenschafter versuchen eine gute Sache zu unterstützen und ihnen von den netten, liberalen Menschen hier mit Gewalt gedroht wird. Suche den Fehler^^ So viel zu dem äußerst erwachsenen, qualifizierten und bedeutsamen Kommentar @Sers

  36. nein sagt:

    @Ann:
    Ich habe nicht geschrieben, dass es ausschließlich um die Verbesserung der Studienbedingungen geht. Die Universität ist in einen gesellschaftlichen Kontext eingebettet und dieser Zusammenhang ist zu thematisieren.

    Ich habe nur geschrieben und dies ist mein einziges Zugeständnis in dieser Frage, dass ich Menschen verstehen kann, denen es zu theoretisch, abstrakt, utopisch wird, wenn Studierendenproteste z.B. im Kontext von Kapitalismus, Neoliberalismus oder welchem System auch immer gesehen werden. Ich persönlich glaube es ist wichtig diese Ebene einzubeziehen, verstehe aber auch, dass es viele abschreckt.

    Nun zum zweiten Punkt: Auch hier bin ich anderer Meinung. Es ist ganz und gar nicht egal, welche Einstellung Menschen haben. Ich spüre weder eine “generelle” Solidarität gegenüber Studierenden, noch gegenüber ArbeitergeberInnen, ArbeitnehmerInnen, SchülerInnen oder RentnerInnen. Solidarität schlicht daraus abzuleiten, dass Menschen zu einer bestimmten Gruppe gehören, ist zu kurz gedacht. Nur weil Burschenschaftler auch Studierende sind und vielleicht sogar das ein oder andere Ziel haben, dass auch ich unterschreiben würde, heißt das überhaupt nicht, dass ich bereit bin mich mit ihnen zu solidarisieren. Es geht immer darum, was Menschen tun. Eine Trennung zwischen Mensch und StudentIn lasse ich für mich nicht gelten. Ich solidarisiere mich mit Menschen, deren Handeln ich verstehen kann und deren Handeln ich unterstützen möchte.

    Ich könnte eine lange Abhandlung darüber verfassen, warum ich Burschenschaften ablehne bzw. ihnen sehr kritisch gegenüberstehe. Hier nur kurz (und ja, ich weiß, ich generalisiere, es gibt zwischen Burschenschaften Unterschiede):
    1. Die Idee, die Burschenschaften von Volk und Vaterland haben, teile ich nicht.
    2. Die Idee, die Burschenschaften von gesellschaftlicher Teilhabe haben, teile ich nicht.
    3. Die Idee, die Burschenschaften von Männlichkeit und Ehre haben, teile ich nicht.
    4. Die Idee, die Burschenschaften von Frauen haben, teile ich nicht.
    5. Burschenschaften sind sehr homogene Gruppierungen. Es ist interessant, dass gerade von ihrer Seite, auch in dieser Diskussion, oft das Argument der Toleranz kommt. Sie dulden in ihren Reihen (auch hier wieder: es gibt unterschiedliche Burschenschaften, aber die Tendenz ist ähnlich) weder Frauen, noch Schwule, noch Nicht-Deutsche oder erkennen – wie im Falle der Thessalia – sogar nicht einmal den deutschen Pass an, wenn jemand keine “deutschen Wurzeln” hat oder verweigern Zivildienstleistenden den Beitritt usw. Toleranz fordern, selbst aber eine extrem intolerante, andere Menschen ausschließende Gruppe zu sein, hier liegt ein Widerspruch.

    Zum Abschluss: Ich habe mich in vielfältiger Weise mit Demokratie, demokratischen Prozessen, Mitbestimmung, Sozialismus, Anarchismus, Gewerkschaften, Marktwirtschaft usw. beschäftigt. Ich habe auf viele Fragen auch keine Antwort. Und habe ehrlich gesagt keine Ahnung von dem “richtigen Weg”. Alles was ich sagen kann, ist, dass ich versuche Menschen zuzuhören. Wenn diese aber, in ganz zentralen Punkten eine Aufassung vertreten, die ich zutiefst ablehne (siehe oben), dann hat meine Dialogbereitschaft klare Grenzen. Das mögen Burschenschaftsmitglieder “Schmalspurdemokratie” nennen oder sie mögen von “fehlender Toleranz” sprechen. Ich nenne das Haltung. Ich verteidige meine Freiheit und ich bekämpfe Intoleranz, Nationalismus, Sexismus, Reaktionismus, Chauvinismus usw.

    Bezeichnet das ruhig als linksradikal, das ist mir egal.

  37. anon sagt:

    Zitat von dir:
    Ich habe mich in vielfältiger Weise mit Demokratie, demokratischen Prozessen, Mitbestimmung, Sozialismus, Anarchismus, Gewerkschaften, Marktwirtschaft usw. beschäftigt.

    Hast du dich auch schon mal mit dem Corporationswesen beschäftigt?
    Oder lässt du dich nur von vorgekauten Meinungen irgendwelcher linker Asta-Zecken (entschuldigt den Ausdruck) leiten?

    Hast du dich schon mal mit einem Burschenschafter, oder gar mit einem Thessalen über deren Prinzipien unterhalten?

    Wenn ja, dann gestehe ich dir deine Meinung zu (auch wenn ich sie nicht ganz nachvollziehen kann)
    Wenn nein, dann solltest du das vielleicht mal nachholen, dann wüsstest du nämlich auch, dass deine Inhaltlosen, Sinnentleerten Phrasen (Intoleranz, Nationalismus, Sexismus, Reaktionismus, Chauvinismus) so nicht zutreffen.

    Ich hab mich mal mit Thessalen über ihre Prinzipien unterhalten. Auch wenn ich manchen davon nicht zustimme, finde ich nichts schlimmes daran ihnen ihre Prinzipien zu lassen.

    Und bezüglich des Hitlerputschs in München:
    Ist dir eigentlich klar, dass vor und während des Putsches die Ideologie des Nationalsozialismus nicht wirklich bekannt und schon gar nicht verbreitet war? Ist dir klar, dass sich der Putsch für die damaligen Menschen ganz anders dargestellt hat als für dich?
    Mann, du hast ein ziemlich verkorkstes Geschichtsverständnis.

    Btw: Ich bin weder Mitglied noch Freund der Thessalia Prag, aber bei solchem pseudotolerantem, linken Gesabbel bleibt einem ja gar nichts anderes übrig als sie zu verteidigen.

    Ach ja, wer Fahnen klaut und verbrennt (Das ist Sachbeschädigung [...]) gehört ins Gefängnis. Und alle die es feiern und toll finden gleich mit dazu. [...]

    • Bayreuth brennt sagt:

      Lieber anon,

      wir begrüßen es, wenn eine angeregte Diskussion stattfindet. Jedoch haben Beleidigungen aller Art hier nichts verloren. Dadurch geht die Diskussionskultur nur noch mehr den Bach runter.
      Ich habe mich daher gezwungen gefühlt, den letzten Teil deines Beitrages zu bearbeiten. Ich habe dabei versucht die Aussage zumindest ein wenig bestehen zu lassen, auch wenn da meiner Meinung nach nicht viel Aussage sonder viel Beschimpfungen drin standen.

      Ich möchte noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass jeder der hier einen Eintrag schreibt seine eigene Meinung vertritt und nicht mit den Besetzern im H26 gleich zu setzen ist! Wir wissen nicht, wer von den Diskussionsteilnehmern überhaupt schon einmal im H26 anwesend war.
      Der Account bayreuthbrennt, von dem ich gerade schreibe ist hier der einzige offizielle Vertreter des H26. Er wird jedoch auch von unterschiedlichen Personen genutzt. Ich bitte dies zu beachten.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Philipp

    • nein sagt:

      @Anon: Hätte ich mich nicht – zumindest in den Grundzügen – mit den Ideen, der Burschenschaften beschäftigt, dann würde ich mich hier nicht so äußern.

      Des Weiteren: Ich habe / hatte auch durch persönliche Bekanntschaften, Einblicke in das Verbindungs- und/oder Burschenschaftswesen. Ob du es glaubst oder nicht: ich habe sogar schon mal ein paar Bier mit Burschenschaftsmitgliedern getrunken. Unsere Ansichten waren in fast allen Punkten diametral verschieden und beide Seiten gingen ihre Wege.

      Und falls das hier immer noch nicht klar ist: Ich verstehe mich eindeutig als Linker. Ich sympathisiere mit unterschiedlichen linken Bewegungen. Äußerungen wie “linke Asta-Zecken” und die gesamte Diskussion hier zeigen zweierlei: in der Mitte der Studierendenschaft sind linke Positionen (noch) nicht angekommen. Ich bewerte das nicht, sondern werde weiterhin versuchen, mich einzubringen (nicht in diesem Forum, hier beginnt sich der Diskurs im Kreis zu drehen). Und zweitens: Die Tendenz dieser Diskussion, Links und Rechts völlig inhaltslos miteinander zu vergleichen ist schade. Wenn Arendt und andere Theoretiker über Totalitarismus geschrieben haben, dann haben sie oft wunde Punkte getroffen, aber sie würden allesamt den Kopf schütteln über die Art und Weise wie hier (und wie in vielen anderen Kontexten) Links und Rechts gegenübergestellt werden.

  38. Pfeil sagt:

    Hier vergessen einige anscheinend, dass es um Bildung geht. Lest euch doch bitte mal die Erklärung der Thessalier durch. Es geht ausschließlich um Bildung und ich finde es toll, dass sie sich damit befassen. Da sollten sich einige Meckerer eine Scheibe davon abschneiden. Die Thessalier tun wenigstens etwas. Irgendwelche politischen Ideologien müssen hierbei ausgeblendet werden, da man sonst nie die breite Masse der Studenten erreichen wird.

    Die Thessalier haben es gut auf den Punkt gebracht:
    “Zur Erreichung der gemeinsamen Ziele ist eine Zusammenarbeit in hochschulpolitischen Belangen auch über ideologische Grenzen hinweg anzustreben.”

    PS: Leute die Gewalt oder Sachbeschädigung feiern, haben hier eigentlich nichts verloren.

  39. Julie sagt:

    eben, es geht auf dieser seite um die bildung, den bildungsbegriff, die bildungspolitik… etc, nicht um die sonstigen ideale der gruppierungen, die sich bisher solidarisch gezeigt haben, seien das die jusos, die grünen, die fachschaft bcg oder eben die thessalen.
    es wäre schön, wenn sich wieder mehr leute darauf besinnen, und nicht nur die standpunkte zu besetzung, politischer grundhaltung und ähnliches diskutiert werden würde, sondern wieder mehr die inhalte, die auch bezug zur bildung haben.

    zum ausspruch “bayreuth brennt”: ich denke, das ist hauptsächlich ein spruch, der die gesamtheit der bewegung zum ausdrucken bringen soll, keine parole, die zur gewalt aufruft. es gibt auch bamberg brennt, coburg brennt, würzburg brennt, unsere uni brennt in münchen (mit logo brennendes uni-gebäude)… es hilft praktisch bei der zuordnung zur bewegung.
    dass das tatsächlich als (pseudo-)revolutionäre parole verstanden werden kann, mag sein. ich glaube jedoch nicht, dass es in bayreuth so gedacht war, der begriff lag einfach nur sehr nahe. immerhin sind alle info-, demo- oder flashmob-aktionen bisher friedlich verlaufen, und das soll auch so bleiben.
    dass über gewalt und zwang nichts umgesetzt werden kann, dürfte auch allen beteiligten klar sein. es geht eher darum, mehr aufmerksamkeit, input und mithilfe zu bekommen, um dann in zusamenarbeit mit den legitimen sudentenvertretern die tatsächlichen anliegen umzusetzen. an der umsetzung verschiedener anregungen von studentenseite hat es bisher nämlich schon gehapert, denn leider befinden sich die studenten und ihre vertretung nämlich nicht auf augenhöhe der “entscheidenden” organe, was auch ein anliegen ist, das umgesetzt werden soll(te).

    • Bayreuth brennt sagt:

      Vielen Dank für deinen Beitrag Prof. Dr. Jura,
      deinen Gangsterslang so wie deine Kommentare die am Thema vorbeigehen und keine Aussage haben kannst du gerne an deinem Stammtich raus lassen aber nicht auf unsere Seite.
      Danke für dein Verständnis.

      • Freizeit-Terrorist sagt:

        Genau! Sonst kommen die Freizeit-Terroristen zusammen mit den Hobbyanarchisten aus dem H26 und suchen dich heim!

  40. Thessale 2 sagt:

    @ alle die Dienstag und Mittwoch nicht im H26 waren und meinen ihren faulen Senf abgeben zu müssen:

    Wo seid ihr gewesen? Hättet mitdiskutieren können!
    Stattdessen verbrennt ihr euch den Mund hier im Internet.
    Das zeugt von einem wahrlich großen Mut!

  41. Sven sagt:

    Das sieht man :-)

Powered by Klostein Internetdienstleistungen